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Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

Sprecher des Collegiums

Minister a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué

Vortrag in der Collegiumsrunde

Dr. h.c. Lord Stephen K. Green of Hurstpierpoint

Thema

„Der Brexit und die britische Identität“

Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

Begrüßung – Minister a. D. Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Sieling,
meine sehr geehrten Herren,
liebe Kollegen,

ich darf Sie ganz herzlich im Bremer Rathaus zum Jahresabschluss-Collegium
begrüßen. Es ist mir eine große Ehre und eine große Freude, Sie heute durch den
Abend zu führen. Wie stets in unserem Collegium wird der Abend lang, aber nicht
langweilig, so hoffen wir jedenfalls.

Als wir im Kleinen Gremium im vorletzten Jahr beschlossen, Lord Stephen
K. Green of Hurstpierpoint zum Jahresabschluss-Collegium in Bremen 2016
einzuladen, also
den ehemaligen Chief Executive Officer (CEO) der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC),
den britischen Handelsminister der Jahre 2011 bis 2013 und zugleich
den ordinierten Priester der anglikanischen Kirche, der er ist,
da waren wir uns sicher: Das wird ein sehr interessanter Abend.

Und als die Abstimmung zum Verlassen oder Verbleib in der Europäischen Union
von der britischen Regierung für Mitte 2016 angesetzt wurde, da wussten wir:
Das Jahresabschluss-Collegium in Bremen mit Lord Green, das wird ein
außerordentlich interessanter Abend.

Und als schließlich die Briten Mitte des Jahres tatsächlich für den Brexit votierten,
da wussten wir: Das wird ein verdammt interessanter Abend.

Meine Herren, ich freue mich drauf. Und ich begrüße Sie, sehr geehrter Lord Green,
lieber Stephen, ganz herzlich in unserer Mitte:
Welcome to Bremen!
Welcome to Germany!
Welcome to the northwestern shores of continental Europe!

Meine Herren!

Es ist Tradition, dass bei der Begrüßung hier im ehrwürdigen Bremer Rathaus ein
historischer Bezug hergestellt wird zwischen einerseits dem Ort der Handlung und
andererseits dem Gegenstand der Sitzung sowie der Herkunft des Referenten. Also
heute: zwischen Bremen und Britain.

Dieser Bezug liegt auf der Hand. Er hat einen klangvollen Namen. Es ist die Hanse.
Sie alle wissen: Die Hanse hatte in der größten Zeit ihrer rund 500jährigen Geschichte
viele Handelsniederlassungen, später Faktoreien genannt, quer über den
Nord- und Ostseeraum, darunter übrigens Boston, Hull, King’s Lynn und Newcastle
an der Ostküste Englands. Aber die Hanse hatte nur vier sogenannte Kontore,
also große, stabile und zentrale Umschlagplätze, die Jahrhunderte überdauerten
und von herausragender Bedeutung für den Fernhandel wurden. Dies waren:

Brügge im heutigen Belgien,
Bergen im heutigen Norwegen,
Nowgorod in Russland und eben
London, die künftige großbritische Weltstadt.
Nur eine dieser vier Städte wird übrigens auch in der Zukunft in der Europäischen
Union liegen, nämlich das westflandrische Brügge. Bergen und Nowgorod gehören
schon heute zu Staaten außerhalb der EU, und London ist auf dem Weg dorthin!

Was über die vier Kontore verteilt wurde, war wertvolles Handelsgut: Aus
Bergen kam der Fisch; aus Nowgorod kamen das Wachs und die Pelze; aus Brügge
kam das hochwertige Tuch, das die Handwerker der flandrischen Metropole
anfertigten; und aus London kam u. a. die englische Schafwolle, um genau dieses
Tuch herzustellen.

In jeder dieser Kontore gab es in ihrer Zeit berühmte Niederlassungen der hanseatischen
Kaufleute. In London war dies der Steelyard, der Stalhof. Er lag mitten im
Zentrum der wachsenden Stadt, ganz in der Nähe des Ortes, wo sich heute der
Bahnhof Cannon Street befindet, unweit vom späteren Finanzzentrum der City of
London. Der Steelyard wurde Sammelpunkt der Händler aus dem westdeutschen
Teil der Hanse, allen voran aus Bremen und aus Köln. Auch künstlerisch und kulturell
ist dabei Herausragendes entstanden – u. a. durch Hans Holbein mit seinen
großartigen Porträts hanseatischer Kaufleute wie Georg Gisze und Hermann
Wedigh aus dem Jahr 1532.

Der Stalhof blieb übrigens auch nach dem Niedergang der Hanse im 18. Jahrhundert
ein bremischer Sitz. Seit dem Wiener Kongress 1815 unterhielten die drei
Rechtsnachfolger der Hanse, Bremen, Hamburg und Lübeck, eine gemeinsame
diplomatische Vertretung in London – geleitet von einem Generalkonsul und sog.
Ministerresidenten. Es war zunächst der Schotte Patrick Colquhoun und dann sein
Sohn James Colquhoun, der 1855 starb. Zwei Jahre vor dessen Tod hatten Bremen,
Hamburg und Lübeck das Anwesen verkauft – sicherlich ein schlechtes Geschäft,
wenn man die spätere glanzvolle Blüte der City of London als Weltmetropole der
Finanzwelt in Rechnung stellt. Aber, lieber Herr Bürgermeister Dr. Sieling, wann in
der Geschichte war die Obrigkeit schon jemals ein guter Immobilienspekulant?

Zur Ehrenrettung von Bremen sei gesagt: Die Stadt war ihrem letzten Ministerresidenten
James Colquhoun tief dankbar. Sie ernannte ihn bereits 1826 zum Ehrenbürger.
Er ist bis heute einer von nur 30 Ehrenbürgern der Stadt, ein Beleg für die
überaus große Wertschätzung, die Bremen der Repräsentanz in London und dem
weithin sichtbaren Status Bremens als Stadt der Hanse zumaß, wenngleich es diese
Hanse gar nicht mehr gab.

Aber so ist dies nun mal: Oft wissen die Menschen etwas Wertvolles erst dann
wirklich zu schätzen, wenn es dieses Wertvolle nicht mehr gibt. Ja, die Stadt
Bremen ist dafür ein vorzügliches Beispiel, gerade auch mit Blick auf die Hanse.
Immerhin war sie der Hanse keineswegs immer treu. Sie schied drei Mal in ihrer
Geschichte aus der Hanse aus, dreimal also: Brexit, und zwar 1285, 1427 und 1563,
wobei es nach unterschiedlich langen Phasen der Abstinenz, lieber Lord Green, im
Falle Bremens stets einen Wiedereintritt gab.

Der erste Brexit hatte handfeste wirtschaftliche Gründe. Die Hanse – dominiert von
den Interessen der wendischen Städte im Ostseeraum – hatte in Wismar eine
Blockade Norwegens beschlossen, um den Ost-West-Handel zu stärken. Dagegen opponierten die Bremer Kaufleute, weil sie ihre traditionellen Handelsverbindungen
aus vorhansischer Zeit nach Norwegen gefährdet sahen. Die Blockade betraf
u. a. die Verschiffung von Getreide, Mehl, Gemüse und Bier, einem klassischen
und wichtigen Bremer Exportprodukt. Ergebnis: Bremen wurde ausgeschlossen,
ein unfreiwilliger Brexit, der aber von den Bremern billigend in Kauf genommen
wurde, weil ihnen der Handel mit Europas Nordwesten wichtiger war als der
Ost-West-Handel. In moderner Sprache könnte man sagen, lieber Lord Green:
die „special relationship“ weg vom Kontinent war den Bremern wichtiger als die Integration auf dem Kontinent. Von politischer Loyalität gegenüber den Freunden
im Osten war da wenig zu spüren. Wie sich die Zeiten ähneln!

Die Sache ging übrigens nicht gut aus, denn der hansische Boykott war erfolgreich
und der Verlust der hansischen Privilegien für Bremen doch sehr schmerzhaft. Im
Jahr 1358 nahm deshalb Bremen die Bedingungen für eine Wiederzulassung zur Hanse in Lübeck demütig an. Der Text ist überliefert: „Wir, Ratsmänner und Bürgerschaft der Stadt Bremen, richten unseren unendlichen Dank an die ehrbaren Herren Ratsmänner der Seestädte und der anderen Städte, ebenso an den gemeinen Kaufmann von
der deutschen Hanse des Heiligen Römischen Reiches dafür, dass sie uns in Gnade wiederaufgenommen haben, …“.

Ja, meine Herren, genau so stellen sich wohl Jean Claude Juncker, Angela Merkel und Martin Schulz die Wiederaufnahme Großbritanniens in der EU nach erfolgtem Brexit vor. Ich muss allerdings terminliches Wasser in den Wein gießen: Bremen war immerhin 73 Jahre draußen. Wir können also damit rechnen, dass um das Jahr
2090 die Urenkel von Boris Johnson leise weinend in die Arme Europas zurücksinken.
Ein wenig Geduld brauchen wir also durchaus.

Es gibt aber auch Hoffnung: Die beiden späteren Brexits Bremens währten jeweils kaum länger als ein Jahrzehnt. Dabei ging es später gar nicht mehr um Handelsinteressen
im engeren Sinne. Beim zweiten Bremer Brexit 1427 waren es – ganzmodern – Fragen der Regulierung des öffentlichen Lebens. Die Hanse hatte sich erlaubt, auf Anregung ihres Präsidenten, des Lübecker Jordan Pleskow, eine
Art gemeinhansische Satzung zu erlassen, genannt: „Statut“, mit Vorschriften der
Handels-, See-, Rechts- und Münzordnungen – bis hin zu Anweisungen, wie mit Unruhestiftern durch Verhaftung, Verurteilung und Hinrichtung umzugehen sei.
Wohlgemerkt: Es waren nicht wirklich inhaltlich neue Regeln, sondern eher
Kodifizierungen bereits gängiger Hansepraxis in kommunales Recht.

Gleichwohl reagierten die Bremer überaus scharf. Sie sahen ihre Autonomie
gefährdet. Sie rissen auf dem Bremer Marktplatz das Plakat mit der hanseatischen
Bekanntmachung herunter und verbrannten es in aller Öffentlichkeit. Ähnliches
passierte in Stade und Stettin. Beide Städte wurden sofort aus der Hanse
ausgeschlossen. Bei Bremen war man vorsichtiger: Es wurden Vergleichsverhandlungen
geführt, die aber scheiterten, weshalb es schließlich doch zum Ausschluss
und zur Blockade der Stadt kam. Also: ein Brexit wegen zu viel Regulierungswut
der Hansebürokraten! Wer denkt da nicht an den zentralen Slogan der britischen
Brexiteers im Aufgalopp zum Brexit-Votum im Frühsommer dieses Jahres. Der
hieß: „Vote Leave, take back control“.

Wohlgemerkt: Auch beim zweiten Brexit gab die Stadt Bremen schließlich nach.
Mit einigen Jahren Verspätung wurde das verhasste Statut doch angenommen und
Bremen kehrte schon 1438 zurück an den warmen Herd der Hanse.

Sie sehen, meine Herren: „When it comes to Brexit, Bremen is a showcase for
Britain.“ Wir sind also heute Abend am absolut richtigen Ort, um über den Brexit
zu diskutieren. Und wir werden dies in gewohnt freundschaftlicher und gelassener
Atmosphäre tun, eben im hanseatischen Stil, auch wenn viele von uns – mich
eingeschlossen – von Herkunft keine Hanseaten sind. Aber wir sind Hanseaten im
Herzen.

Ich darf deshalb mit ruhigem Gewissen den Löffel erheben und mich an jenem
Trinkspruch versuchen, den eigentlich nur eine norddeutsche Zunge vernünftig
formulieren kann – das sagt jedenfalls meine Frau, die von der Westküste
Schleswig-Holsteins kommt und sich immer köstlich amüsiert, wenn ich in Platt
radebreche. Ich versuch’s trotzdem und setze auf Ihren hanseatischen Humor,
wenn Sie sich dies gleich anhören müssen.

Ick seh di (Ich sehe Dich)
Ick drink di to (Ich trinke Dir zu)
Dat freut mi (Das freut mich)
Dat do (Das tu)
– Prost! –
Ick heb di tosapen
(Ich hab` Dir zugetrunken)
Hest´n Rechten drapen
(Hast den Rechten getroffen)

Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

1. Tischrede – Minister a. D. Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué

Meine sehr geehrten Herren,

vor genau acht Jahren, im Dezember 2008, beschloss der neu gewählte amerikanische
Präsident Barack Obama im Vorgriff auf seine beginnende Amtszeit das größte
Konjunkturprogramm der amerikanischen Geschichte. Die Pleite von Lehmann
Brothers, der weltweit tätigen amerikanischen Investment Bank, lag gerade mal
knapp drei Monate zurück, und die Weltwirtschaft taumelte in die schwerste
globale Finanzkrise seit der Großen Depression in den frühen dreißiger Jahren. Ein
gewaltiger Schock, der die Politik, die Wissenschaft und die Öffentlichkeit über
Jahre beschäftigt hat und bis heute nicht verdaut ist.

Es wurden seither Bibliotheken voll von Beiträgen und Büchern zu diesem Thema
geschrieben. Mit einem Augenzwinkern unterscheide ich dabei gerne drei Typen
von Autoren: die Oberlehrer, die Besserwisser und die Nachdenker.

Die Oberlehrer zeigten uns exakt und präzise auf, wann, wie und warum was
genau passierte, und natürlich welche fürchterlichen Fehler die Banken und die
Politik im Vorfeld der Ereignisse gemacht hatten. Alles überzeugend. Und mit
ökonomischer Sachkenntnis vorgetragen, denn die meisten der Oberlehrer waren
und sind geschulte Volkswirte, meine Kollegen und ich selbst. Merkwürdig nur,
dass dieselben Personen – einschließlich mir selbst – im Vorfeld der Krise nichts
auch nur Annäherndes vorhergesehen hatten.

Ganz anders die Besserwisser. Es handelt sich um jene Gruppe von Analysten, die
tatsächlich den Kollaps des Finanzsystems prognostiziert hatten. Und nun riefen
sie aus: Seht her, wir haben Recht behalten. Man ist versucht, den Besserwissern
Respekt zu zollen. Bei genauerem Hinsehen handelt sich allerdings durchweg
um sogenannte Experten, die schon seit Jahrzehnten den großen Zusammenbruch
vorhersagten. Dieser trat zunächst nie ein, aber schließlich dann doch. Für sie gilt
die boshafte Finanzmarkt-Weisheit:
“Even a broken clock is right twice a day.“
„Auch eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.“

Es bleibt die dritte Gruppe, die Nachdenker. Sie nahmen zunächst das Geschehen
als eine tragische Realität des Wirtschaftslebens in sich auf. Und sie versuchten es
zu verstehen: natürlich im Nachhinein, aber doch stets im wachen Bewusstsein,
dass die Menschen nun einmal schwere Irrtümer begehen und erst aus Erfahrung
lernen. Die Nachdenker blicken nicht nur auf die ökonomischen Mechanismen, die
zur Katastrophe führten, sondern eben auch auf die oft brüchigen moralischen
Wertvorstellungen, die dem Handeln zugrundelagen oder, schlimmer noch, die
gänzlich fehlten. Da kommen dann schnell unangenehme Fragen auf, die von Oberlehrern und Besserwissern gar nicht erst gestellt werden.

Meine Herren,

unser heutiger Redner, Stephen Green, er ist ein solcher Nachdenker. Er schrieb
2009 ein vielbeachtetes Buch mit dem Titel „Good Value. Reflections on Money,
Morality and an Uncertain World“ – Peter Hasskamp hat es genau vor fünf Jahren
an dieser Stelle im Bremer Tabak-Collegium zustimmend zitiert. Das Buch ist ungewöhnlich:

• Es ist ein klares und überzeugendes Bekenntnis zur Marktwirtschaft;
• es ist ein Panorama der Geschichte von Wirtschaft, Handel und Finanzen;
• und es ist ein moralisches Traktat über Werte und Wertvorstellungen.

All dies passt nur zusammen, wenn man Stephen Green kennt – seinen Werdegang,
seine Erfahrungswelt, sein Denken. Der heute 68-jährige hat an der Oxford University
und am MIT – Massachusetts Institute of Technology Philosophie sowie Politik
und Wirtschaftswissenschaft studiert. Später kam noch Theologie hinzu, mit
Ordination als Priester der anglikanischen Kirche. Frühe berufliche Stationen
führten über das britische Ministry of Overseas Department und McKinsey Management Consulting schließlich 1982 zur Hongkong and Shanghai Banking Corporation, kurz HSBC. Dort war er 28 Jahre lang tätig – von 2003 bis 2006 als Group Chief Executive Officer (CEO), von 2006 bis 2010 als Group Chairman. Zum
Jahresende 2010 wechselte er in die Politik, und zwar in das konservativ-liberale
Kabinett von David Cameron und war dort bis Ende 2013 britischer Handelsminister,
übrigens ohne Bezüge. Hohe Ehrenämter kamen hinzu, von 2005 bis 2010
war er Trustee des British Museum, seit 2014 ist er Vorsitzender des Board of
Trustees des Natural History Museum.

Lord Greens erfolgreiches berufliches Leben umspannt fast fünf Jahrzehnte – man
könnte sagen: mitten im Wirbelwind der Globalisierung. Er hat dabei stets auf
moralische Grundsätze geachtet, so etwa, als er als Executive Director of Investment
Banking and Markets für die beiden schlechten Geschäftsjahre 2001 und 2002
keinerlei Boni auszahlte. Er lehnte es strikt ab, das Management zu belohnen, wenn
das Ergebnis nicht stimmt. Das stieß in der damaligen Business Community auf
größtes Erstaunen, fand aber auch viel Zustimmung – die Zeitschrift Institutional
Investor titelte anerkennend: „The Greening of HSBC“.

Aber auch Lord Greens HSBC wurde von den Entwicklungen der Märkte
eingeholt. Den Erwerb des amerikanischen Subprime Lenders Household
International, der in seine Amtszeit als CEO fiel, hat Green in der Rückschau sehr
bedauert, ebenso wie die schweren Verletzungen der Compliance-Pflichten im
globalen Geschäft, die seiner Bank im Nachhinein nachgewiesen wurden. Lord
Oakeshott, liberaler Treasury Spokesman und sehr kritischer Begleiter der ersten
Regierung Cameron, der Lord Green angehörte, stellte dazu 2012 im Observer fest:

„… Stephen Green was a thoughtful banker in holy orders. But if even he couldn’t
stop these scandals, banks like HSBC and Barclays aren’t just too big to fail, they
are clearly too big to control.”

Lord Green beschönigt nichts, er gibt Fehler zu. Sein moralisches Credo lautet:
Wer Verantwortung übernimmt, macht auch Fehler, wir Menschen müssen ständig
dazulernen. Nicht nur im Bankwesen ist dies sein Credo. Auch bei politischen
Fragen schaut er genau hin, ob die Gesellschaft aus ihren Fehlern lernt. Genau so
blickt er, der profunde Kenner Deutschlands und Europas, auch auf unsere Nation.
„Reluctant Meister“ und „The European Identity“, so heißen seine letzten beiden
Bücher, die im Zuge der öffentlichen Diskussion zum Brexit geschrieben wurden.
Es sind kleine Meisterwerke der Völkerpsychologie.

Sein Buch über Deutschland zeugt von tiefstem Verständnis der Kontinuitäten und
Brüche der deutschen Geschichte: kulturell, politisch, sozial. Da schreibt jemand,
dem es darum geht, ein Land und seine Menschen wirklich zu verstehen – und
nicht voreilig zu bewerten oder gar zu verurteilen. Ihn bewegen dabei stets die
großen Fragen der menschlichen Moral – und nicht die Fragen einer einzigen
Nation, wenn auch Deutschland, das Land des Faustischen, auf ihn, den
Theologen, eine besondere Faszination ausübt.

Deutschland ist für ihn ein Beispiel dafür, wie ein Land nach dem totalen
moralischen Zusammenbruch nicht nur wirtschaftlich und sozial wieder auf die
Beine gekommen ist, sondern auch gelernt hat, verantwortungsvoll zu handeln.
Dazu zählt auch das, was hierzulande „Vergangenheitsbewältigung“ genannt
wird, ein Begriff, den Stephen Green nicht ins Englische übersetzt, weil das wohl
auch gar nicht geht, sondern stets in seiner ganzen bürokratischen Pracht in
Deutsch formuliert.

Stephen Green hat auch großes Verständnis für das Ängstlich-Zögerliche in der
deutschen Politik, er spricht mit Respekt von dem „Reluctant Meister“. Er tut dies,
weil er weiß, wie langsam und schmerzlich gesellschaftliche Lernprozesse sind,
und zwar überall auf der Welt, nicht nur in Deutschland. Und er glaubt sogar, im
Umgang der Deutschen mit vielschichtigen Identitäten ein Modell für ein künftiges Europa zu entdecken. Zum einen staunt er über das funktionierende föderale
Gefüge eines Staates mit ausgeprägten landsmannschaftlichen Absonderlichkeiten.
Zum anderen erinnert er historisch an jene elastische Struktur, die über Jahrhunderte
dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen trotz schwerwiegender
Konstruktionsmängel eine merkwürdige Dauerhaftigkeit verlieh.

Mit diesem wachen Blick auf Deutschland ist Lord Green übrigens in bester
britischer Gesellschaft. Es ist ja kein Zufall, dass dieses Bremer Tabak-Collegium
in relativ kurzen Abständen drei große Deutschlandkenner aus dem englischsprachigen
Kulturkreis zu Vorträgen eingeladen hat: im Juni 2011 in Aachen
Christopher Clark, im Juni 2016 in Breslau Neil MacGregor und heute Abend in
Bremen Stephen Green.

Meine Herren,

wer Greens Buch „Reluctant Meister“ zur Hand nimmt, der wird schon im Vorwort
beeindruckt sein, mit wem sich der Autor regelmäßig über Geist, Moral und Politik
austauscht. Es sind Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens
inklusive eines katholischen Theologen, der wie ich im Saarland aufgewachsen ist.
Er ist heute hier unter uns im Bremer Rathaus. Erlauben Sie mir bitte, ihn wider
alle Usancen dieses Collegiums persönlich zu begrüßen.

Es ist Werner Jeanrond, Professor in Oxford und dort Master der St. Bennett Hall,
einem renommierten theologischen College. Wir beide, begeisterte Kinder der
deutsch-französisch-europäischen Freundschaft, haben uns 1970 kennengelernt, er
war 14, ich war 13 Jahre alt, und zwar in St. Malo in der französischen Bretagne –
mit wehmütigem Fernblick über den Kanal in Richtung der britischen Inseln.
Wohlgemerkt: Das war noch drei Jahre bevor Großbritannien Mitglied der
Europäischen Union wurde. Herzlich willkommen, lieber Werner!

Meine Herren,

„Der Brexit und die britische Identität“, das ist das fesselnde Thema des Vortrags
von Stephen Green am heutigen Abend. Zuvor geht es aber zunächst mit den
edelrustikalen Speisen des Bremer Tabak-Collegiums weiter: Nach dem Fisch
wird nun der Schinken serviert. Und danach wird der Hausherr, Bürgermeister
Dr. Carsten Sieling, zu uns sprechen – auch an ihn ein herzliches Willkommen in
seinem eigenen Haus!

Vielleicht fügen Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister, der britischen und
deutschen Identität eine weitere hinzu, und zwar eine besonders vielschichtige, die
sich dank einer stolzen Geschichte und trotz Untergang der Hanse doch sehr
ordentlich behauptet hat: die bremische. Wir freuen uns darauf.

Meine Herren, ich danke herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Und ich wünsche
guten Appetit beim zweiten Gang.

Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

2. Tischrede – Bürgermeister Dr. Carsten Sieling

Sehr geehrter Herr Professor Paqué,
sehr geehrter Lord Green,
meine sehr geehrten Herren,

ich freue mich sehr, Sie heute hier in unserem Rathaus begrüßen zu dürfen. Als
Bürgermeister das erste Mal!
Es ist für mich nicht der erste Besuch des Bremer Tabak-Collegiums. Ich erinnere
es nicht mehr genau, aber es muss vor etwa 10 Jahren gewesen sein, als ich das
bisher einzige Mal die Ehre hatte hier teilnehmen zu dürfen – aber eben nicht in der
Rolle des Hausherrn. Das ist ja schon eine Tradition, die Sie hier weitertragen.

Wir sind sehr froh und sehr stolz, Sie in diesem Haus, das seit über 600 Jahren steht,
(jedenfalls auf der Seite, in die wir nachher gehen werden) empfangen zu dürfen.
Der neue Teil des Rathauses ist gerade einmal 100 Jahre alt. Wenn Sie nachher
in die Obere Rathaushalle zur Collegiumsrunde schreiten, überschreiten Sie
sozusagen 500 Jahre.
Das Rathaus und der Roland sind seit 2004 Weltkulturerbe – genauer gesagt in der
Liste des Welterbes der Menschheit. Die UNESCO hat uns so ernannt. Es gibt nur
41 Welterbe-Stätten, die es in Deutschland auf dieser Liste gibt, und die eine solche
Ehre bekommen haben.
Hier im Festsaal, der sich im neueren Teil befindet, hat nach dem zweiten Weltkrieg
die Bremische Bürgerschaft (das ist, für alle, die nicht aus Bremen kommen – ich
erlebe immer wieder, wie das verwechselt wird – das Landesparlament – wobei der
Senat die Regierung ist) getagt.

Wir haben hier in Bremen eine besonders effiziente Form – das werden Sie
vielleicht nicht glauben… Aber wir sind deshalb so effizient, weil bei uns das
Landesparlament und das Kommunalparlament personenidentisch sind und auch
der Senat personenidentisch ist. Wir erlauben uns hier keine Doppelstrukturen,
hier die Landesregierung, dort die Stadtregierung, sondern wir fassen das in Einem
zusammen. Ich finde das effizient. Mir ermöglicht das auch einmal das Gespräch
zu führen von Bürgermeister zu Präsidenten des Senats. Das sind ziemlich kurze
Wege – in meiner Person – wie Sie sich vorstellen können.
Ich komme in meiner Rede noch darauf, das ein oder andere Bremenbild zu
erschüttern. Und zwar zu erschüttern mit der Wirklichkeit.

Meine Damen und meine Herren! Nein: meine Herren! (Auch das ist ein Punkt, der
unbedingt später noch angesprochen werden muss!)
Ich habe seit eineinhalb Jahren die Ehre, dieses wunderbare Amt hier wahrnehmen
zu dürfen und das in einem sehr offenen Haus. Ich bin vorhin angesprochen von
einigen, die mich fragten, „meine Güte, so voll haben Sie es hier ja wohl selten?“
Nicht jeden Tag. Aber wir sind ein Haus, das offen ist. Wir haben viele Veranstaltungen.
Gott sei Dank auch Traditionsveranstaltungen. Aber wir machen auch
Dinge, wie die „Nacht der Jugend“. Das ist, glaub ich in Deutschland einmalig, und
vor drei Wochen haben wir die 19. „Nacht der Jugend“ begangen.
Es waren 2.500 Jugendliche am 9. November im Rathaus. Die „Nacht der Jugend“
findet jedes Jahr am 9. November statt, weil damit an einen schweren Tag
Deutscher Geschichte erinnert werden soll. Es soll ein Beitrag dazu geleistet
werden, dass die Jugend sich mit diesen Themen auseinandersetzt, damit keine
Geschichtsverlorenheit entsteht. Wir brauchen das. Wir müssen uns erinnern und
wir müssen daran arbeiten, dass sich auch unsere Jugend dieser Dinge erinnert.
Es gibt dort eine ganze Reihe von musikalischen Beiträgen. Es sind Menschen da,
die die Geschichte des Dritten Reichs erlebt haben. Es passieren und finden statt
eine Reihe von Diskussionen.

Aber es gibt auch solche Dinge, dass ich in diesem Jahr mit zwei Jugendlichen
hier stand, die mit großen Augen auf dieses Wandgemälde geschaut haben. Ein
Wandgemälde, auf das wir sehr stolz sind, von Carl Vinnen. Es ist eines von denen,
in denen viel von Bremischer Geschichte steckt, weil es den historischen Bremer
Hafen, hier in Bremen zeigt. Direkt vor der Altstadt an der Schlachte und auch
einen imposanten Eindruck davon gibt, wie diese Stadt im 17. Jahrhundert
ausgesehen hat. Die stattlichen Segelschiffe zeigen vieles über die Hansetradition
und ihre Gebrochenheit. Darüber haben wir ja bereits heute Einiges gehört. Ich
darf Sie auch darauf hinweisen und Sie können sich überlegen, ob Sie es gleich
wahrnehmen oder später wahrnehmen, wenn Sie den Raum verlassen, wenn Sie
aus unterschiedlichen Positionen dieses Bild betrachten, werden Sie die optische
Täuschung bemerken, dass sich das Schiff im Strom dreht. Diese Kunst kann man
hier genießen und ich möchte Sie hier darauf aufmerksam machen.

Sehr geehrte Herren, die Freie Hansestadt Bremen lebt, wir haben das von Herrn
Professor Paqué schon gehört, vom Handel. Dabei verweist der Begriff Hansestadt
auf eben diese Tradition des Handelsbundes Hanse.
Das bedeutet, und alle Bremer haben es im Blut, ein besonderes Maß an Wertschätzung
und ein besonderes Fundament für Freundschaft und Partnerschaft und
die Tatsache, dass der Handschlag noch etwas gilt und eine Grundlage für
wirtschaftlichen Wohlstand, den man ja hier in unserer Geschichte sehen kann,
gelegt hat. Jetzt werden viele von Ihnen sagen: Das war einmal…
Heute spricht man gerne davon – und ich lese das auch häufig in Zeitungen – auch
in Bremer Zeitungen – dass Bremen sich in einer Abwärtsspirale befände.

In einem Zeitalter, in dem man viel von postfaktischer Wahrnehmung spricht, bin
ich ein großer Freund davon, dass wir uns den Fakten zuwenden und deshalb
möchte ich hier ganz bescheiden sagen, weil ich auch die Haltung habe, dass wir
lieber auf das halbvolle Glas schauen, als ständig über das halbleere zu reden,
dass Bremen im Jahre 2015 unter den deutschen Bundesländern beim Bruttoinlandsprodukt,
also dem aggregierten zusammengefassten Ergebnis aus all ihrer
Leistung, soweit sie in Bremen erwirtschaftet wurden, den Platz drei in Deutschland
belegt hat.
Bremen hat ein preisbereinigtes Wirtschaftswachstum von 2,7 % – der Bundesdurchschnitt
lag bei 1,7%.

Aber nicht, dass wir an Ehrgeiz leiden: im ersten Halbjahr 2016 sind wir beim
Wirtschaftswachstum pro Kopf auf Platz 2 gestiegen. Wir haben das zweitgrößte
Wirtschaftswachstum pro Kopf mit stolzen 3,1% gehabt.
Ich belästige Sie an einem solch schönen Abend auch mit solchen Zahlen, weil es
mir wichtig ist, dass wir diese Wahrheiten zur Kenntnis nehmen.

Wir wissen ja alle, dass wenn wir auf unser Handy gucken, diese nur funktionieren,
weil in Bremen der einzige große Satellitenhersteller privater Art neben dem
anderen großen Unternehmen Airbus, die OHB besteht, und OHB die Satelliten
produziert, die Ihnen das Telefonieren und das Mailen möglich machen.
Wir haben viele Hidden Champions.

Wenn Sie heute in das Auto mit dem Stern steigen, müssen Sie immer daran
denken, dass in Bremen die weltgrößte Fabrik dieses Unternehmens steht. In
Bremen werden die ersten Elektro-Autos gebaut werden. Wenn Sie eine
Exzellenz-Universität suchen, können Sie in Bremen vorbeischauen und werden
dann erst wieder in Süddeutschland fündig.

Ich will Ihnen sagen, dieser Standort ist stark!

Ich habe heute in die Arbeitsmarktstatistik geguckt – am 1. Dezember sieht man
die Zahlen – wir haben innerhalb der letzten 12 Monaten hier 6.000
sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zugewonnen. Das sind die Bremischen
Zahlen.

Ich bitte sehr darum, dass wir – und gerade Sie – weil das Tabak-Collegium sich
auch selbst den Auftrag gegeben hat, ein Botschafter Bremens zu sein, positive
Botschafter Bremens sind und berichten Sie über die Stärken und die Aussichten,
die wir haben. Das ist mir ein wichtiges Anliegen auch vor dem Hintergrund,
dass wir eine gute Grundlage haben, ab 2020 mit der finanziellen Situation voran
zu kommen. Wir ringen, man liest das ja in den Bremischen Zeitungen und auch
überregional, um die letzten Feinheiten, aber ich sage Ihnen ab 2020 werden
in Bremen keine neuen Schulden mehr gemacht. Ab 2020 werden wir wieder
investieren können für wirtschaftliches Wachstum und werden danach auf den
Pfad gehen können, dass wir Schulden abbauen. Das finde ich, ist ein Ziel und das
verfolgen wir.

Wir wollen dieses Ziel aber auch gerne in unserer völligen Freiheit und in unserer
völligen Unabhängigkeit, damit wir dieses hier entscheiden können.

Ich jedenfalls bitte Sie, dieses mitzunehmen als unseren klaren Willen, und als
Botschafter auch ins Land hinaus zu tragen. Ich glaube, das brauchen wir gerade
in diesen Zeiten, in denen in der Tat sehr vieles ins Wanken gekommen ist.
Wir werden ja jetzt gleich den schon angekündigten Vortrag von Lord Green hören
und damit sicher auch vieles zu der Perspektive des Vereinigten Königreiches
hören.

Ich darf aus bremischer Sicht einmal sagen, dass die Verbindung von Bremen und
Britain (heute habe ich gelernt, dass das auch etwas mit Brexit zu tun hat) damit
einher geht, dass wir 10% unserer Produkte nach Großbritannien exportieren, dass
eine große Zahl unserer Firmen geschäftlich und wirtschaftlich mit Großbritannien
verbunden ist, und wir mit großer Sorge diesen Prozess gesehen haben. Ich hätte
mir gewünscht, dass es nicht zu dieser Brexit-Entscheidung gekommen wäre; das
Europa beieinander geblieben wäre.
Ich glaube, wir haben alle in die Richtung und dafür gearbeitet.
Ich habe vorhin kurz überlegt, dem Bundesfinanzminister die Brexit-Lösung
vorzuschlagen, um uns gewisse Freiräume zu schaffen. Wir können so etwas auch!
Aber wir lassen das natürlich! Wir bleiben im guten Deutschland. Und wir bleiben
auch in der Europäischen Union!

Auch wir sollten an dieser Stelle mit Selbstbewusstsein hier ran gehen.
Meine Herren, ich merke schon, das amüsiert Sie.

Ich darf Ihnen zum Schluss ein Geständnis machen und möchte nochmal einen
politischen Sprung ansprechen, den ich aber als Frage formulieren werde.

Ich habe im frühen Alter von neun Jahren das Rauchen begonnen – aber ich habe
mit elf Jahren wieder aufgehört. Das war eine pädagogische Glanzleistung meiner
Eltern. Ich habe nie wieder richtig angefangen.

Dann habe ich plötzlich politische Verantwortung hier in Bremen getragen, nicht
als Bürgermeister, sondern davor, und es gab die Debatte um das Nichtraucherschutzgesetz.
Wir haben damals viel darüber debattiert, aber wir haben eine wesentliche
Ausnahme gemacht, und ich selber habe als Nichtraucher gesagt,
Du musst auch mal die Chance bekommen, wenn Du die Chance hast, bei einer
Traditionsveranstaltung dabei zu sein, dort zur Pfeife oder bei der Schaffermahlzeit
zur Zigarre zu greifen, und deshalb haben wir in unserem Nichtraucherschutz-
gesetzt, wahrscheinlich einmalig in Deutschland, diese Ausnahme für Traditionsveranstaltungen
geschaffen. So ist es uns erlaubt, nachher hier im historischen
Rathaus auch zu rauchen! Ich glaube, das war eine weise Entscheidung.

Als zweiten Punkt möchte ich Ihnen sagen, dass es einen Wunsch gibt, der an mich
herangetragen wird, und bei dem auch ich mir die Frage stelle, ob nicht diese
Gesellschaft sich auf den Weg machen wird, den das Haus Seefahrt eingeschlagen
hat. Sie glauben gar nicht, wie sehr ich in den vergangenen Wochen mein Kommen
hier verteidigen musste.
Ich bin natürlich gekommen, weil ich mich davon nicht abhalten lasse. Aber ich
setze auch darauf, dass Sie wissen, wie Traditionen fortzuentwickeln sind.
Ich habe ein schönes Zitat gefunden des englischen Staatsmannes und Humanisten, Thomas Morus, und der hat gesagt: „Tradition ist nicht das Halten der Aschen, sondern die Weitergabe der Flamme“. Vielleicht kommen wir irgendwann hier zusammen und machen es wie das Haus
Seefahrt.

Ich wünsche uns gemeinsam einen schönen Abend.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Jahresschluss-Collegium am 1. Dezember 2016 im Alten Rathaus zu Bremen

Dr. h.c. Lord Stephen K. Green of Hurstpierpoint
„Der Brexit und die britische Identität“

Vielen Dank für die sehr große Ehre dieser Einladung! Hier zu stehen, unter diesem
mittelalterlichen Dach erinnert mich an des Dach der Westminster Hall in London,
so dass ich mich gleich ein wenig zu Hause fühle hier in Bremen.
Ich möchte über den Brexit und die britische Identität und über die Auswirkungen
auf die Deutsche Rolle in Europa sprechen.
Der 24. Juni 2016 ist ein Tag, den ich den Rest meines Lebens nicht vergessen
werde. Ich wachte an jenem Freitagmorgen nach dem Brexit Referendum sehr früh
auf. Die Nachrichten waren ein tiefer Schock, und an Schlaf war sofort nicht mehr
zu denken. Und viele meiner Bekannten waren ebenso erschrocken wie ich. Sie
und ich hatten für Remain gestimmt – wollten in der EU bleiben (obwohl uns
völlig bewusst war, dass der Zustand der real existierenden EU keineswegs
zufriedenstellend war und ist).

Während der darauffolgenden Tage war die Stimmung – meine eigene und um
mich herum – eine wirbelnde Mischung aus Unglauben, Bestürzung und Wut.
Sogar die ‘Leavers’ unter meinen Freunden und Bekannten waren überrascht.
Und es wurde sehr schnell klar, dass kaum jemand, weder in der Wirtschaft noch
innerhalb der Britischen Regierung eine Ahnung hatte, was Brexit eigentlich genau
bedeuten würde. Eine Weile lang steckten einige Remainer, die in der Niederlage
so leidenschaftlich waren wie kaum zuvor während der Kampagne, ihre
Hoffnungen in eine Online Petition für ein neues Referendum, das vier Millionen
Unterschriften in nur zwei Tagen generierte. Einige hoffen immer noch darauf,
dass es am Ende doch nicht zu einem wirklichen Brexit kommen wird – dass man
sich auf ein neues Abkommen einigt, welches das Konzept und die Struktur der EU
im Interesse aller Europäer ändern würde, und somit eine fortgesetzte britische
Mitgliedschaft auf einer für die Briten akzeptableren Basis ermöglicht.

Wieder andere – sowohl Leaver, die sich Sorgen machten, ob sie wirklich das
Richtige für ihre Kinder getan hatten (wie ein Vater eines neunjährigen Kindes mir
gestanden hatte), als auch Remainer, die erleichtert darüber waren, dass der
Himmel zumindest bisher noch nicht über ihnen hereingebrochen ist – zeigen eine
neue Entschlossenheit. Sie haben sich wieder etwas entspannt, fühlen sich wohler
angesichts der neuen Realität, und sind optimistischer geworden, dass Großbritannien
einen vernünftigen modus vivendi mit seinen europäischen Nachbarn
finden und sich mit Stärke und Zuversicht auf der Weltbühne behaupten wird.

Wir werden sehen. Vieles was im Laufe der Kampagne vor dem Votum gesagt
wurde, war ein Missklang aus Übertreibungen und Lügen, manches davon wirkt
noch schmerzhaft nach. Wenig davon wurde der Komplexität der Entscheidung
für oder gegen eine Mitgliedschaft in der EU gerecht – eine Entscheidung, die
zwangsläufig vielschichtig war, und Themen wie Souveränität, Migration und
Grenzkontrolle, wirtschaftliche Beziehungen und Weltpolitik beinhaltete. In
variierenden Abstufungen von Klarheit und Betonung waren Fragen zu all diesen
Themen Teil der nationalen Diskussion vor der Abstimmung. Keine dieser Fragen
ist verschwunden, geschweige denn durch das Referendum ein für alle Mal gelöst.
Das einzige Ergebnis ist, dass der Status Quo Ante beendet wurde. Jetzt befinden
wir uns in einer Art Fegefeuer, das gut und gerne ein paar Jahr andauern könnte.
‚We are where we are: we just don‘t know where that is!‘ – um die Worte eines
ehemaligen Politikers zu zitieren.

Ich will heute nicht die verschiedenen Optionen für die neuen, zukünftigen
Beziehungen der Briten mit der EU besprechen. Wie auch immer das Ergebnis der
Verhandlungen letztendlich aussehen wird, möchte ich uns lieber zwei kritischen
Frage stellen: Was sagt das Referendum über die britische Gesellschaft aus? Und
welche sind die Auswirkungen für die Rolle Deutschlands im zukünftigen Europa?

Zuerst: zu dem Zustand der britischen Gesellschaft und der Britische Identität.
Warum eigentlich war es ein Schock für die meisten? Für einen Remainer wie mich
war es sicherlich eine Enttäuschung. Und ich muss zugeben, dass es auch eine
Überraschung war, weil ich am Abend zuvor mit dem Gedanken ins Bett gegangen
bin, dass über Nacht schon alles gut gehen würde. Aber warum dieser tiefgehende
Schock? Denn die Umfragen hatten klar gezeigt, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen
geben würde. Das Ergebnis war vollkommen innerhalb der Erwartungen – innerhalb
der Fehlerspanne jeder Umfrage während der vorhergehenden zwei oder drei
Wochen zumindest.

Es war ein Schock, weil wir nicht verstanden hatten, wie gespalten das Land war.
Alt gegen jung, provinziell gegen städtisch, Schottland, London und einige
anderen Großstädte gegen den Rest von England und Wales. Das Gesamtergebnis
war knapp; aber wenige der Ergebnisse per Wahlkreis lagen nah zusammen – die
überwiegenden Mehrheiten gingen stark in die eine oder die andere Richtung.
Mehr als alles andere hat dieses Referendum das Ausmaß der Unterschiede
offenbart, zwischen dem britischen Etablissement auf der einen Seite – hierzu
zähle ich Westminster und Whitehall, die City, Unternehmer, Akademiker und
die professionelle Mittelklasse – und einen großen Teil des restlichen Englands
und Wales auf der anderen Seite. Und angesichts dieser Erkenntnis haben die
Alarmglocken geläutet, und das sollten sie auch.

Es war auch ein Schock – es war sogar zutiefst beschämend – die Zunahme an rassistischen Übergriffen und Gewalttaten zu beobachten, die auf das Ergebnis folgten.
Für mich war das nicht nur ein Fall von Statistiken und Medienberichterstattung:
Ich kenne Menschen persönlich, die völlig unbegründet beschimpft wurden oder sich
unbehaglich und nicht mehr willkommen fühlten – und das sind Menschen, die seitJahren in Großbritannien leben. (Aller Wahrscheinlichkeit nach war dies nur eine
vorübergehende Reaktion: das macht es jedoch nicht weniger beschämend.)

Man lernt, indem man über die Vergangenheit nachdenkt, und indem man
individuelle und kollektive Fehler eingesteht. Es gibt viel Spielraum für Debatten
darüber, welche Fehler es wirklich waren. Sie beinhalten sicherlich alle Versäumnisse
einer Gesellschaft, die große Ungleichheiten hinsichtlich der Lebenschancen
aufweist, und in der sehr viele Menschen sich ungemein weit entfernt fühlen von
der vergoldeten, globalisierten Weltmetropole und von den Kulissen der Macht.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat sicherlich hierbei eine Rolle
gespielt – und Banker, von denen ich einer war, haben in dieser Geschichte viel
wieder gutzumachen.

Aber tiefgreifender noch sind die Versäumnisse – hinsichtlich der Investitionen in
die gesellschaftliche Zukunft – vor allem hinsichtlich von Bildung und Ausbildung
zur Verbesserung von Entwicklungsmöglichkeiten. Schändlicher Weise belegt
Großbritannien, das einige der besten Universitäten der Welt aufweisen kann – einschließlich
vier der besten zehn weltweit – auch einen der hintersten Plätze im
OECD Vergleich im Lesen, Schreiben und Rechnen. Wirtschaftlich haben wir von
einem Wachstumspfad profitiert, der dem Staat erlaubt hat, über seine Verhältnisse
zu leben, indem er ein riesiges Handelsdefizit angehäuft hat, und – in Abwesenheit
fast jeglichen Produktivitätswachstums im letzten Jahrzehnt – fanden wir es
einfach, Fachkräftemangel mit Hilfe von Immigration auszugleichen. Die
Wachstumsraten sind zufriedenstellend gewesen, die Arbeitslosigkeit bleibt sehr
niedrig – aber so gut wie alle neuen Jobs, die in den letzten paar Jahren geschaffen
wurden, sind von Ausländern besetzt worden.

Zweitens sollten wir auch die Kurzsichtigkeit und strategische Versäumnisse
der britischen politischen Klasse (aller Farben), seit den ersten Jahren nach dem
Zweiten Weltkrieg beachten. Als sich die Väter des europäischen Projekts nach der
zurückliegenden Katastrophe daran gemacht haben, eine neue europäische
Ordnung zu schaffen, waren die damaligen britischen Staatsmänner – Churchill,
aber auch Attlee – im Bann eines fortdauernden Glaubens an die Dauerhaftigkeit
des Britischen Einflusses auf der Weltbühne – eine Sonderrolle (man könnte es
vielleicht sogar als Sonderweg beschreiben?) als Nachlass des Britischen Empires.
1946, inmitten der Kriegsruinen, schlug Churchill die Vereinigten Staaten von
Europa vor – aber er hatte nie erwartet, dass Großbritannien selbst beitreten würde.

Wie anders hätten die Strukturen ausgesehen, aus denen die – von so vielen Briten
gehasste – EU erwuchs? Wie viel besser hätten sie aussehen können, wenn
Großbritannien sich von Anfang an mit ganzem Herzen eingesetzt hätte – wenn
Großbritannien an Gestaltungsgesprächen teilgenommen hätte, zu einer Zeit als
Großbritanniens Einfluss noch relativ stark war. Wie viel besser für Europa; wie
viel besser die Optionen auch für die Briten selbst gewesen wären.

Aber zu jener Zeit waren die Briten noch auf das Empire fixiert. Churchill fasste
es bereits 1943 zusammen, als er den berühmten Satz im Parlament sagte, er sei
‘nicht der Prime Minister seiner Majestät geworden, um über die Auflösung des
Britischen Empire zu präsidieren’. Das Empire hat sich in der Tat innerhalb der
darauffolgenden zwei Jahrzehnte aufgelöst – und, in den meisten Fällen auf eine
relativ ordentliche und gut geführte Art und Weise. Aber das Gefühl, eine
Großmacht mit globaler Reichweite und Einfluss zu sein, blieb – und ist bis heute
lebendig.

Was mich zu einer noch grundlegenderen Frage führt, die wir uns stellen
müssen. Denn wenn wir uns nur auf die Grundsätze und Praktiken des britischen
Etablissements in den vergangenen Jahrzehnten konzentrieren – so wichtig wie sie
ohne Zweifel sind – dann unterschlagen wir einige der unbequemsten Wahrheiten
über uns. Denn was in all dem Lärm und Gewüte der Brexit Debatte untergegangen
ist, war die Frage nach der Identität. Sehen sich die Briten als Europäer,
und wenn ja, sehen sie ihr Schicksal eingebunden in das der Europäischen Union?
Oder ist Großbritannien dieses einzigartige Land, das im tiefsten Sinn anders ist,
und das absolut dazu in der Lage ist, seinen eigenen Weg in der Welt zu finden?
Wer sind wir, die wir uns Briten nennen?

Und um eine solide Antwort auf diese wichtigste aller Fragen zu finden, müssen
wir uns mit etwas entschieden Unbequemem konfrontieren. Ich glaube, wir Briten
sind nicht vollkommen ehrlich mit unserer Vergangenheit umgegangen. Ob
britische Individuen sich als Teil des Etablissements begreifen, oder ob sie sich von
ihm entfremdet fühlen und ihm gegenüber Misstrauen empfinden – so oder so
haben zu viele Briten zu lange mit dem vagen Gefühl gelebt, dass wir stolz auf
unsere Geschichte sein können, und auf die Rolle, die Großbritannien in der
europäischen und in der Weltgeschichte gespielt hat.

Und in der Tat, es gibt vieles, auf das die Briten stolz sein können: Ja, wir
widerstanden 1940 als einzige dem Grauen des Dritten Reiches. Ja, wir brachten
Napoleons übertriebenen Ehrgeiz in Waterloo zum Erliegen (wenn auch mit der
wichtigen Hilfe der Preussen). Ja, es waren die Briten, die den Kampf gegen den
Sklavenhandel anführten. Und ja, wir hatten seit dem Unterschreiben der Magna
Carta eine sich kontinuierlich entwickelnde Konstitution, die uns die ‚Mutter aller
Parlamente‘ gegeben hat. Ja, unser Rechtssystem, über Jahrhunderte hinweg
weiterentwickelt und aufrecht erhalten von einer unabhängigen Jurisdiktion, ist –
in den Worten des berühmten (halbdeutschen) Operetten-Autoren W.S. Gilbert, die
viele Briten auswendig kennen – ‚The Law is the true embodiment of everything
that‘s excellent‘. Ja, wir sind die Erben von Shakespeare, und unsere Sprache wurde
zur Weltsprache.

Aber Fakt ist, dass andere Dinge ebenfalls in Betracht gezogen werden müssen.
Denn Großbritannien war auch das Land, dessen Außenpoli-tik ab dem 19. Jahrhundert
mit einem Selbstverständnis betrieben wurde, das – aus heutiger Sichtweise
– nur als atemberaubende Arroganz und Egoismus beschrieben werden
kann. Wie beurteilen wir das bekannte Zitat Lord Palmerstons, nämlich dass
Großbritannien keine permanenten Allianzen eingehe, sondern nur permanenten Interessen nachgehe? Das war nicht nur in sich selbst falsch (er definierte die
britische Präsenz in Indien als permanentes Interesse), doch auch genereller: es
reduziert alle internationalen Beziehungen zu reinen Verträgen. Um wie viel
weiser (und in der Tat, ironischerweise passender in diesem Kontext), waren die
berühmten Worte des Englischen Klerikers und Dichters John Donne mehr als
zweihundert Jahre früher: ‚No man is an island entire of itself, but everyman is a
piece of the continent…‘ (Kein Mensch ist eine Insel für sich allein, jeder Mensch ist Teil des Kontinents). Er meinte dies im Kontext individueller menschlicher
Beziehungen; er wollte sagen, dass wir nicht nur autonome Individuen, sondern tief miteinander verbunden sind, dass wir, mit seinen Worten – ‘in die Menschheit
involviert sind’ (‘involved in mankind’). Doch als Individuen sind wir auch Mitglieder von Gemeinschaften, von Gesellschaften und Bürger von Nationen. Was
er sagt, trifft nicht nur auf Individuen zu, sondern auch auf die Gemeinschaften,
die Gesellschaften, die Nationen, zu denen wir gehören.

Um den Dingen noch mehr auf den Grund zu gehen: woher kommt die Idee von
Großbritannien selbst eigentlich? Antwort: es war die absichtliche und künstliche
Schaffung eines Etablissements im 18. Jahrhundert – von Engländern und Schotten
gemeinsam durchgeführt. Niemand hatte sich zuvor als britisch betrachtet. Das
Wort findet man nicht in Shakespeare. Vor der Zeit der Hannoverschen Könige
waren die Monarchien die separaten Königreiche von Schottland und England.
Danach erst nannten die Monarchen sich Könige von Großbritannien. Dieses neues
Konzept war eine Tendenz – man kann es sogar eine Strategie nennen – die zu
einer Überzentralisierung nationalen Lebens in London führte – und das die
schottischen und irischen Parlamente außer Kraft setzte.

Das war sicherlich der Anfang einer sehr lebhaften Zeit – eine Zeit des industriellen
Erfindertums, wissenschaftlichen Fortschritts, aufgeklärter Philosophie, missionarischen
Eifers und Handels. Britische Energie brachte Erfolg, und Erfolg brachte
Stolz in eine Marine mit globaler Reichweite, die britische Interessen durchsetzte
und schützte.

Und Britannia wurde zum Symbol für den Imperialismus des 19. Jahrhunderts,
dessen Erfolgsgeschichte um einiges gemischter ist, als viele von uns gerne zugeben würden. Jeder Inder oder Chinese zum Beispiel kann die Vergesslichen
unter uns an einige der düstereren Episoden jener Zeit erinnern. Die Opiumkriege
sind einige der berühmtesten und beschämendsten Beispiele – die Briten erinnern
sich nicht gerne an diese Zeit: die Chinesen vergessen sie niemals. Gleichermaßen
ist die Geschichte des britischen Eingreifens in die Angelegenheiten des Nahen
Ostens seit Beginn des 20. Jahrhunderts voll von Zynismus und Falschheit – und
nicht zu vergessen auch Momenten schlichter Torheit.

Und als ob das nicht genug wäre, müssen wir uns daran erinnern – jetzt wo wir
uns um die Zerbrechlichkeit des Vereinten Königreichs sorgen und vor einem
möglichen Wegbruch Schottlands fürchten müssen – dass das Vereinte Königreich
schon einmal auseinandergebrochen ist. Irland war letztendlich Großbritanniens
längste und negativste Kolonialerfahrung. Keiner kann die Gier, Arroganz und
oft offene Brutalität im Verhalten von englischen und schottischen Interessen in
Irland in den 400 Jahren bis zum Ersten Weltkrieg betrachten, ohne Scham
und Traurigkeit zu verspüren. Es ist schockierend, wie wenig Beachtung den
Auswirkungen des Referendums auf Irland während der Debatten geschenkt wurde.
Vieles hat sich natürlich in den letzten 400 Jahren geändert. Besonders da die EU
Irland einen neuen Platz in der Welt und neues Selbstbewusstsein gegeben hat.
Und das Friedensabkommen in Nordirland pflanzte einen neuen, verwundbaren
Baum der Hoffnung, der ständig beschützt und gepflegt werden musste. Und doch
behandeln die Briten die Irische Insel immer noch nur als Nebengedanken.

All das scheint uns sehr weit weg von der Brexit Frage zu führen. Tut es in
Wirklichkeit aber nicht. Wir leben immer noch mit den Konsequenzen – im
Glauben, dass wir aufgrund unserer Geschichte eine besondere Rolle in der Welt
spielen, und für die uns weltweite Bewunderung zusteht. Genauso wie wir mit
dem leben, was das Abstimmungsergebnis uns über unsere Gesellschaft verraten
hat, leben wir mit dem, was es uns außerdem vor Augen gehalten hat – wie wir
eigentlich mit unserer Vergangenheit umgehen.

Das scheint vielleicht ein harscher Schuldspruch gegenüber den Briten zu sein. Aber
wenn es um unsere individuellen Lebensansichten geht, wissen wir, wie
weit spirituelle Reife mit ehrlicher Selbstanalyse, Erkenntnis und Erneuerung einhergeht. Ich denke, das trifft auch auf Nationen zu. Andere europäische Nationen haben natürlich Gründe genug dem zuzustimmen. Aber die Briten ebenfalls.
Brexit ist einer dieser geschichtsträchtigen Scheidewege, die uns die Möglichkeit zur Reflexion geben, was hoffentlich Selbsterkenntnis und eine erneute Verpflichtung für das Allgemeinwohl zur Folge hat. Dies ist also nun die Herausforderung für die Briten:
ehrlich gegenüber unserer Geschichte zu sein, in unser Volk zu investieren, gute Nachbarn innerhalb Europas und offen gegenüber der Welt zu sein.

Und was bedeutet all das für Deutschland – um zu meiner zweiten Frage zu
kommen? Ich möchte – wenn Sie es mir erlauben – diese Frage stellen, nicht aber um die Rolle und Stellung Deutschlands in den zukünftigen Verhandlungen mit
Großbritannien zu diskutieren. Viel mehr möchte ich die Konsequenzen für das
gesamte Europäische Projekt und dadurch für die Rolle Deutschlands in Europa
allgemein in der nächsten Generation analysieren. Aus dieser Perspektive stellt die
britische Entscheidung eine bedeutend große Herausforderung dar; der Ernst der
Lage wird erst nach und nach während der kommenden Jahrzehnte ersichtlich
werden. Für Deutschland bedeutet dies eine besondere Herausforderung.

Denn jetzt wird Deutschland sich an die Rolle des selbstverständlichen Anführers
gewöhnen müssen – die des „zögernden Meisters“ – im neuen Europa. Aber dieses
Europa ist keineswegs mit sich zufrieden. Europa befindet sich derzeit in einem
langfristigen, relativen Rückgang. Es ist nicht mehr der energische, ehrgeizige und
aggressive Kontinent der es einmal war, als die Portugiesen, Spanier, Holländer,
Franzosen und Briten die Ozeane durchquerten, um zu plündern, Handel zu treiben
und zu kolonisieren. Und es ist nicht länger die vorderste Front zwischen zwei
globalen Atommächten im Kalten Krieg. Es hat sich aus dem selbstdefinierten
Zentrum der Welt zurückgezogen, um zu dem zurückzukehren, was es bis zum
fünfzehnten Jahrhundert gewesen war – eine Ecke der eurasischen Landmasse.
Europa bleibt fruchtbar, bevölkerungsreich und wohlhabend, ist jedoch zutiefst
verunsichert über seine Identität und seine Zukunft.

Denn seit dem epochalen Jahr 1989 wurde durch den Aufstieg Asiens eine
neue, historische Verschiebung des Zentrums der geopolitischen Schwerkraft
vorangetrieben. Das Wiederaufleben Chinas als Großmacht, und die Modernisierung
vieler Asiatischer Staaten, bildet einen scharfen Kontrast zur nachhaltigen
Stagnation in den alten Volkswirtschaften Westeuropas. Europas Antwort auf die
neuen Realitäten war bisher nicht sonderlich beeindruckend. Die Situation wurde
zunächst erschwert durch die Komplexität einer Union, deren schwerfällige
Strukturen nach Reform rufen; doch die EU war zu lange durch die Euro Krise
abgelenkt. Und in den vergangenen Jahren hat die Flüchtlingskrise, hervorgerufen
durch Aufruhr und Tragödie in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, die Europäische
Gemeinschaft stark belastet, zum einen physisch und – umso wichtiger –
kulturell. Und letztendlich fordert der Brexit den Glauben an den kontinuierlichen
Fortschritt des Europäischen Projektes heraus, indem es an seinen Fundamenten
rüttelt.

Was ist, letzten Endes, das ultimative Ziel des Europäischen Projektes? Diese Frage
enthüllt die Divergenzen und die fragmentäre Identität Europas. Am einen Ende
des Spektrums befinden sich die Briten, die nie mehr als den gemeinsamen Markt
gewollt hatten, und die sich jetzt aus der Union zurückziehen. Am anderen Ende
sind einige wahre Gläubige, welche die politische und ökonomische Integration
auf der Basis eines zunehmend harmonisierten sozio-okönomischen Modells als
sowohl unumkehrbar als auch für erstrebenswert erachten. Aber die meisten
Menschen in Europa befinden sich auf einem konfusen Mittelweg: niemand möchte
zur alten Welt der europäischen Machtpolitik und Rivalitäten zurückkehren.
Aber niemand mag Brüssel. Und wenn sie es sich eingestehen, ist vielen Menschen
beim Gedanken mulmig zumute, was gerade mit ihren kulturellen Identitäten
passiert. Dieses Unbehagen wirkte sich auf die Brexit Entscheidung aus; es treibt
die Leidenschaft der polnischen und ungarischen Regierungen an; und es liegt der
französischen Sorge über die Integration des Islams in ihrem Land zugrunde.
Und es ist natürlich auch die Wurzel des Ressentiments, das den Aufstieg der AfD
begünstigt hat.

Der Brexit ist das größte politische Erdbeben, das Europa seit der Wiedervereinigung
1989 erschüttert hat. Manche fürchten, dass es zum Zusammenbruch des
Vereinigten Königreichs führen wird; andere vermuten, dass die Nachbeben sogar
zur Spaltung der EU führen könnten – zur Auflösung des gesamten europäischen
Nachkriegsprojektes. Nichts von dem ist unmöglich – wenn auch letzten Endes
nicht wahrscheinlich. Aber es bedeutet sicher, dass die gesamte Machtbalance in
Europa sich fundamental verschoben hat; und während Europa dabei ist, sich an
die neue Realität anzupassen, wird Deutschlands führende Rolle immer offensichtlicher,
und immer herausfordernder. Die Briten müssen den Scheideweg Brexit
benutzen als Gelegenheit für Reflexion über ihre Geschichte und ihre Identität, um
ihre Zukunft auf solidere Basis zu bauen. Ich bin auch der festen Meinung, dass
auch die EU diesen Scheideweg benutzen sollte, die Herausforderung radikaler
Reform ins Auge zu fassen. Sonst wird das Risiko einer existentiellen Katastrophe
nach und nach wachsen. Eins ist sicher: wenn Reform überhaupt möglich ist, wird
der „zögerliche Meister“ – der größte Mitgliedstaat, Zentrum Europas – es nicht
vermeiden können, die führende Rolle in einem solchen Reformprojekt zu
übernehmen. Es heißt auch, dass die Briten herausfinden müssen, wie sie das
Unvermeidliche am besten angehen können – eine neue Basis für die Beziehung
mit Europa zu finden, was aufgrund der geographischen, historischen und
kulturellen Realitäten, die uns verbinden, essentiell ist.

Wer weiß, was am kommenden Sonntag passieren wird? Werden die Italiener die
nächste europäische Krise auslösen?

Es ist sicherlich wahr, dass das neue Deutschland sich innerhalb einer immer
enger zusammenwachsenden Europäischen Union wohler fühlt als die meisten der
übrigen Mitgliedsstaaten. Für die Franzosen sowie für die Briten stellte die Frage
nach einer europäischen Identität schon immer eine größere Herausforderung dar.
Die Franzosen haben sich traditionell immer als das Zentrum des Europäischen
Projekts gesehen, und hätten es am liebsten, wenn jedwede europäische Identität
einen französischen Stempel trüge. Die Briten waren schon immer lauwarm
gegenüber ihren Verwicklungen in die Sachen des Kontinents. Nur die Deutschen
haben sich im ‘Europäischen Haus’ zu Hause gefühlt – teils aufgrund ihrer
tiefgehenden Reaktion auf den Nationalismus ihrer Nazi Vergangenheit. Aber
teilweise auch, weil sie sich für mehr als tausend Jahre an sich gegenseitig
überlagernde Identitäten, übernommen aus den Tagen des Heiligen Römischen
Reiches, gewöhnt haben – verwurzelt in dem wichtigen Heimat-Begriff, verwurzelt
auch in einem starken regionalen Bewusstsein, und gleichzeitig bewusst Teil einer
weiter reichenden deutschen Kultur.

Doch nun sieht sich dieses neue europäische Deutschland seiner bisher größten
und existentiellsten Herausforderung gegenüber. Der Abgang Großbritanniens als
einer der drei führenden Mitgliedstaaten der EU hat, was ein stabiles (und meistens
konstruktives) Dreieck war, durch eine Achse ersetzt – von der ein Ende deutlich
schwächer ist als das andere. Alle Straßen führen jetzt also nach Berlin.
Die Chinesen verstehen voll und ganz, dass Deutschland strategisch ihr wichtigster
Partner in Europa ist. So auch die Russen. So auch – obwohl sie vorsichtig sind, die
Empfindlichkeiten in London und Paris nicht zu verletzen – die Amerikaner.

Also was liegt vor diesem europäischen Deutschland? Die Wahlen im kommenden
Jahr werden die bisher stabile politische Landschaft der Bundesrepublik sicherlich
fragmentierter hinterlassen als je zuvor. Ich wage keine Prognosen über das
Ergebnis, natürlich. Aber der Anstieg der Alternative für Deutschland erinnert uns
daran, dass eine beträchtliche Minderheit der Deutschen sich bedroht von all dem
fühlt, und Unbehagen gegenüber Deutschlands neuer europäischer Identität
verspürt. Und viel verbreiteter noch ist das Denken, dass Deutsche ungern der
Zahlmeister der Eurozone sein wollen.

Viele Gewitterwolken sind am Horizont zu sehen. Und Tatsache ist, dass Deutschland
sich einsamer auf der Kommandobrücke wiederfinden wird. Doch es ist sich
mit jeder Faser seines modernen Daseins bewusst, dass es kein Zurück auf dem
europäischen Weg mehr gibt. Wie wird die Struktur des neuen Europas also
aussehen? Das Projekt hat sich über die vergangenen sechs Jahrzehnte nicht nach
einem klaren Konzept entwickelt, sondern in eine generelle Richtung, über die
nicht immer Konsens herrschte, und mit einem erheblichen Anteil an Improvisation.
Die Zukunft wird ähnlich aussehen. Irgendwie erinnert die Union an eine
dieser großen Kathedralen des europäischen Mittelalters: Diejenigen, die das
Fundament legten, wussten, dass sie die Fertigstellung des Bauwerkes nicht mehr
erleben würden, und sie wussten auch, dass sich die Gestaltung über mehrere
Generationen hinweg weiterentwickeln würde. Einige dieser Kathedralen stürzten
zusammen, weil sie zu ambitioniert waren. Andere blieben Hunderte von Jahren
unvollendet (allen voran der Kölner Dom). Wieder andere wurden überhaupt nicht
fertiggestellt. Viele haben die Gemeinden, die den Bau in Auftrag gaben, beinahe
finanziell ruiniert. Doch einige wurden zu Bauwerken, die die Vorstellungskraft
jener übertrafen, die mit dem Bau begonnen haben.

Dies erinnert uns an das europäische Projekt. Die Europäer arbeiten nun schon an
die 60 Jahre daran: es hat sich über Jahre entwickelt; und offensichtlich ist der Weg
zum Ziel noch weit. Wir werden in unserer Lebenszeit das fertige Produkt nicht
erleben.

Wird es funktionieren? Wird Europa es schaffen, ein flexibles, geschlossenes,
wirtschaftlich starkes und kulturelles Gegenstück zu den neuen asiatischen Riesen
zu werden? Die Antwort ist offen. Wird die Kathedrale zusammenbrechen? Wird
Sie ihre Baumeister in den Bankrott treiben?

Die allgemeine deutsche Antwort tendiert ganz klar dahin, dass die Kathedrale
all die Risiken und Mühen wert ist. Die Frage ist jetzt: wie viel länger wird diese
Meinung noch von der weiten deutschen Öffentlichkeit unterstützt? Aber eins ist
klar: Europa braucht Deutschland in seiner unumgänglichen Rolle als Baumeister – und brauch es mehr denn je. Und in der Tat, auch die Welt braucht dieses Europa, in dem Deutschland eine Schlüsselrolle spielen wird und muss. Denn letzten Endes ist Europa mehr als nur
eine Regierungsstruktur. Und es ist sicherlich mehr als die aktuelle Sorge über die
Eurozone, der Verlust von geopolitischem Einfluss oder die Ambivalenz der Briten.
Denn Europa ist auch seine Geschichte – eine Geschichte, die sowohl erhaben
als auch tragisch ist, und unendlich bewegend. Es ist auch ein Kontinent, dereine Schatzkammer der Schönheit ist – trotz all der Zerstörung, die er erlebt hat.
Angefangen von seiner Eiszeitkunst, seiner neolithischen Keramik, über das
klassische Griechenland und Rom, der Renaissance und den Romantikern bis
zum heutigen Tag: Die Früchte des europäischen geistigen, philosophischen und
ästhetischen Strebens sind, als Ganzes genommen, die reichsten, vielfältigsten,
lebendigsten und grundlegendsten auf dem ganzen Planeten.

Das Ergebnis sind die europäischen Kernwerte, die im Laufe der Geschichte hart
erarbeitet wurden. Diese gemeinsamen Werte sind das Erbe einer Tradition, die
durch solche herausragende Persönlichkeiten wie Galileo, Erasmus, Descartes,
Locke, Hume, Kant, Hegel und Darwin geprägt wurden – um nur einige zu
nennen. Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven, und aus den vielen schmerzhaften
Sünden heraus, die wir Europäer im Laufe der Generationen begangen
haben, ist etwas zutiefst Wichtiges für die ganze Welt des einundzwanzigsten
Jahrhunderts entstanden: die Verpflichtung zu Rationalismus, Demokratie,
Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftlicher Effizienz und Fairness,
soziales Mitgefühl, Fürsorge für unseren Planeten; und sogar das Gefühl, dass
europäische Loyalität nicht der letzte Schritt oder die höchste Stufe der Identität
sein kann – dass in einem aufstrebenden Sinne wir auch Weltbürger sind. Auch
dies ist in den europäischen Werten inbegriffen: Auch das ist daher Teil des
europäischen Angebotes an die Welt. All dies ist unsere Loyalität wert: All das ist
die Basis für einen europäischen Patriotismus. Und – trotz all der Angst um die
Zukunft – kein Mitgliedstaat räsoniert mit dieser Vision stärker als Deutschland.
Und kein anderer europäischer Staat muss so tiefgreifend an die Bedeutung
Europas und an seine unvermeidliche Verwicklung in Europa – in der
Vergangenheit und in der Zukunft – erinnert werden wie Großbritannien.

Ruft eine ehrliche Reaktion auf den Brexit nach einer schmerzhaften Selbstreflexion
der Briten? Ja, auf jeden Fall. Bringt Deutschlands führende Rolle in Europa
eine besondere Verantwortung und Risiken mit sich? Ja, ebenfalls. Wird die
Entwicklung Europas Deutschland verändern? Ja, selbstverständlich. Aber ich
denke, die Antwort auf die Frage, ob Deutschland die Herausforderung annehmen
wird, lautet eindeutig: Ja. Und ohnehin hat Deutschland auch keine andere Wahl.
Man könnte es so zusammenfassen: es gibt keine Alternative für Deutschland.

Prof. Thomas Albert
Intendant
Musikfest Bremen

Holger Banik
Geschäftsführer
Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Oldenburg

Dr. Markus Baumanns
Geschäftsführender Gesellschafter
Company Companions GmbH, Hamburg

Prof. Dr. Dr. h.c. Tobias E. Beckurts
Chefarzt der Visceral-, Thorax- und
Unfallchirugie
Krankenhaus der Augustinerinnen gGmbH, Köln

Dr. Marc Beise
Leiter der Wirtschaftsredaktion
Süddeutsche Zeitung, München

Stefan Bellinger
Geschäftsführender Gesellschafter
Carbox GmbH & Co.KG, Achim bei Bremen

Willem René Bezemer
Generalbevollmächtigter
Bankhaus Carl F. Plump & CO, Bremen

Jens Bieniek
Mitglied des Vorstandes
BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen

Martin Billhardt
Geschäftsführer
Scholz Recycling GmbH, Esslingen
Vorsitzender des Aufsichtsrates Deutsche Rohstoff
AG, Heidelberg

Ludwig Blomeyer-Bartenstein
Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank AG, Bremen

Wilhelm von Boddien
Geschäftsführer
Förderverein Berliner Schloß e.V., Hamburg
ehem. Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Achim Boehme
CEO
Lomar Deutschland GmbH, Bremen

Dr. Johannes Bohnen
Geschäftsführender Gesellschafter
Bohnen Public Affairs GmbH, Berlin

Alexander Bölle
Managing Owner
TS-Shipping GmbH & Co. KG, Haren (Ems)

Jürgen Boos
Geschäftsführer
Frankfurter Buchmesse GmbH,
Frankfurt am Main

Dr. Caspar Börner
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Zentralkrankenhaus Links der Weser, Bremen

Dr. Thomas Brinkmann, LL.M. (Tulane)
Rechtsanwalt und Notar
Dr. Schackow & Partner – Rechtsanwälte und
Notare, Bremen
Sprecher ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

S.H. Christian Graf Brockdorff, LL. M.
Rechtsanwalt
BBL Bernsau, Brockdorff Insolvenz- und
Zwangsverwalter GbR, Potsdam

Dipl.-Ing. Ewald Brune
Architekt
Bremen

Dr. Guido Brune
Mitglied des Vorstandes
Bremer Landesbank, Bremen

Simon Sebastian Bünemann
Geschäftsführer
Schütte & Bünemann GmbH & Co. KG, Bremen

Klaus Bunnemann
Partner
Atlantic Lloyd GmbH & Co. KG, Hamburg

C. Andreas Bunnemann
Gesellschafter
Reederei Herm. Dauelsberg GmbH & Co., Bremen

Thomas S. Bürkle
Mitglied des Vorstandes
Norddeutsche Landesbank – Girozentrale,
Hannover

Dr. Alexi Chehadeh
Director
Department of Ecumenical Relations and
Development, Damascus/Syrien

Matthias Claussen
Geschäftsführender Gesellschafter
C. Melchers GmbH & Co. KG, Bremen

Dipl.-Kfm. Joachim M. Clostermann
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Clostermann & Jasper Partnerschaft, Bremen

Dipl.-Kfm. Heiner Dettmer
Geschäftsführender Gesellschafter
Dettmer Group KG, Bremen

Senator a. D.
Dr. h.c. Friedrich Dieckmann
Schriftsteller
Vizepräsident
Sächsischen Akademie der Schönen Künste,
Berlin

Andrés Ebhardt
Executive Director
UBS Deutschland AG, Hamburg

Dipl.-Ing. Thomas Echterhoff
Geschäftsführender Gesellschafter
Bauunternehmen Echterhoff GmbH & Co. KG,
Westerkappeln
Präsident Bauindustrieverband
Niedersachsen-Bremen

Albrecht Edzard
Geschäftsführer
Edzard, Franke & Co., Bremen

Prof. Dr. Konrad Elmshäuser
Leitender Direktor
Staatsarchiv Bremen

Harald Emigholz
Sprecher der Geschäftsleitung
Emigholz GmbH, Bremen
Präses der Handelskammer Bremen –
IHK für Bremen und Bremerhaven

Honorarkonsul Hans-Christoph Enge
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen
Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs
Großbritannien und Nordirland

Heinrich Engelken
ehem. stv. Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank, Oldenburg

Dipl.-Kfm. Patrick Engels
Geschäftsführender Gesellschafter
Pöschl Tobacco Group, Geisenhausen

Dr. Nico Fickinger
Hauptgeschäftsführer
Nordmetall – Verband der Metall- und
Elektroindustrie e.V., Hamburg

Dr. Hugo Fiege
Gesellschafter
Fiege Stiftung & Co. KG, Greven

Klaus Filbry
Vorsitzender der Geschäftsführung
Werder Bremen GmbH & Co. KG aA, Bremen

Jürgen Fitschen
Senior Advisor – Former CEO
Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Dr. Matthias Fonger
Hauptgeschäftsführer und 1. Syndikus
Handelskammer Bremen –
IHK für Bremen und Bremerhaven

Christian Freese
Geschäftsführer
G. Theodor Freese GmbH & Co. KG, Bremen

Rainer M. Frenzel
Internist
Bremen

Stephan M. Friedrich
Geschäftsführer
Lürssen Industrie Beteiligungen GmbH & Co. KG,
Bremen

Dr. Hans-Georg Friedrichs
Rechtsanwalt und Notar
Dr. Schackow & Partner – Rechtsanwälte und
Notare, Bremen

Alexis Fries
Vorsitzender des Aufsichtsrates
PNE Wind AG, Cuxhaven

Dr. Wolfram von Fritsch
Vorsitzender des Vorstandes
Deutsche Messe AG, Hannover

Tom Fülles
Geschäftsführer
Gollücke & Rothfos GmbH, Bremen

Thomas Fürst
Mitglied des Vorstandes
Die Sparkasse Bremen AG, Bremen

Bernhard Gätjen
Rechtsanwalt und Notar
Bremen

Jörn-Michael Gauss
Geschäftsführer
BAB – Die Förderbank für Bremen und
Bremerhaven

Dipl.-Kfm. Erich Gebhardt
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Greiner Holding AG, Kremsmünster/Österreich

Prof. Dr. Lüder Gerken
Vorsitzender des Vorstandes
Stiftung Ordnungspolitik, Freiburg i. Br.
Honorarprofessor an der Jacobs University

Dr. Sebastian Giesen
Geschäftsführer
Hermann-Reemtsma-Stiftung, Hamburg

Michael Göbel
Geschäftsführer
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Dr. Dieter Göken
Geschäftsführender Gesellschafter
Göken, Pollak & Partner Treuhandgesellschaft
mbH, Bremen

Prof. Dr. Dietrich Grashoff
Partner
Ebner Stolz Mönning Bachem
Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte,
Bremen

Dr. h.c. Lord Stephen K. Green of Hurstpierpoint
ehem. CEO HSBC, Ordinierter Priester und
ehem. englischer Handelsminister, London

André Grobien
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen
Ältester, Compagnie der Schwarzen Häupter aus
Riga

Dr. Detlev G. Gross, LL.M.
Rechtsanwalt und Notar
Dr. Schackow & Partner – Rechtsanwälte und
Notare, Bremen

Tim Großmann
Parkdirektor
Bürgerpark Bremen

Prof. Dr. Christoph Grunenberg
Direktor
Kunsthalle Bremen

Senator Martin Günthner
Senator für Wirtschaft und Häfen
Bremen

Prof. Dr. Herwig Guratzsch
Hamburg
ehem. Direktor Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen, Schleswig
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Helge Haas
Redaktionsleiter
Radio Bremen

Andreas Hähndel
stv. Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank, Bremen

Staatssekretär a.D.
Prof. Dr. Lothar Hagebölling
Honorarprofessor TH Braunschweig
Braunschweig

Prof. Dr. Michael P. Hahn
Direktor der Unfallchirurgischen Klinik
Zentralkrankenhaus Bremen-Mitte

Prof. Dr. med. Rainer Hambrecht
Chefarzt der Kardiologie/Angiologie
Bremer Herzzentrum – Klinikum Links der Weser,
Bremen

Steen E. Hansen
Geschäftsführer
KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen

Senator E.h. Gerhard Harder
Vorsitzender
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
(DGzRS), Bremen

Hendrik Harms
Sprecher der Geschäftsführung
Deutsche Factoring Bank, Bremen

Dr. Martin Harren
CFO
Harren & Partner Gruppe, Bremen

Peter Harren
Geschäftsführender Gesellschafter
Harren & Partner
Ship Management GmbH & Co. KG, Bremen

Dr. Arie Hartog
Direktor
Gerhard-Marcks-Haus, Bremen

Dipl.-Ing. Harm Haslob
Architekt
Haslob, Kruse & Partner, Bremen

Dr. Peter Haßkamp
Bremen
Mitglied des Beirates, Signa Holding GmbH, Wien
ehem. Sprecher ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Thomas Haukje
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen

Dipl.-Kfm. Michael Heidkamp
Mitglied des Vorstandes
EWE AG, Oldenburg

Dr. Jakob Hein
Arzt und Autor, Berlin

Robert Hempel
Geschäftsführender Gesellschafter
Hanseatische Waren Handelsgesellschaft
mbH & Co.KG, Bremen

Jürgen Hepp
Managing Director
Berenberg Bank (Schweiz) AG, Zürich

Peer W. Herrmann
Head of Idustrial Projects
DHL Global Forwarding Deutschland GmbH,
Bremen

Philip W. Herwig
Geschäftsführender Gesellschafter
Röhlig Logistics GmbH & Co. KG, Bremen

Generaldirektor a.D. Jochen Herwig
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Augsburger Kreditbank, Senden
ehem. Vorsitzender des Vorstandes
LVM Versicherung

Philipp Herzogenrath
Brune und Company, Bremen

Staatsrat a.D. Dr. Heiner Heseler
Geschäftsführer
Initiative Stadtbremischer Häfen (ISH), Bremen

Andreas Heyer
Vorsitzender der Geschäftsführung
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Kai-Uwe Hollweg
Mitglied des Beirates
Cordes & Graefe KG, Bremen

Uwe Hollweg
Vorstand
K. und U. Hollweg-Stiftung, Bremen

Klaus J.K. Hornung
Investor
Bremen

Prof. Dr. Dieter Kurt Hossfeld
Hamburg
ehem. Direktor der Onkologie des UKE, Hamburg

Dipl.-Ing. Wolfgang Hübschen
Architekt
Hübschen/Knigge Architektengesellschaft mbH,
Bremen

Andreas Hüchting
Geschäftsführender Gesellschafter
Translink Corporate Finance GmbH & Co. KG,
Bremen

Dr. Joh. Christian Jacobs
Jacobs Foundation, Hamburg
Member of the Board of Governors,
Jacobs University Bremen

Prof. Werner G. Jeanrond, MA PhD
Professor
University of Oxford

Herbert Juniel
Mitglied des Vorstandes
F. Laeisz Versicherung AG, Bremen

Michael Kaib
Cluster Manager Deutschland/Österreich/
Schweiz
Imperial Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH,
Hamburg

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski
Institutsdirektor u. Geschäftsführer
Institut für Ökonomische Bildung gemeinnützige
GmbH (IÖB),
Oldenburg

Dipl.-Kfm. Conrad Kannengiesser
Partner
Sozietät Kannengiesser & Partner, Bremen

Generalleutnant a.D. Roland Kather
Berlin
ehem. deutscher militärischer Vertreter bei der
NATO in der Europäischen Union

Carl Kau
Direktor Firmenkundenbetreuung
Oldenburgische Landesbank AG, Niederlassung
Bremen
Mitglied des Vorstandes Bund der Steuerzahler
Niedersachsen und Bremen e.V.

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers
ehem. Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank, Bremen

Senatsdirektor a.D. Ulrich Keller
Rechtsanwalt
Bremen

Walter Kleine
Mitglied des Vorstandes
Seghorn AG, Bremen

Dr. Martin Klinkhammer
Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank AG, Bremen

Dr. Christoph B. Klosterkemper
Geschäftsführender Gesellschafter
Atermann König & Pavenstedt GmbH & Co. KG,
Bremen

Botschafter a.D. Prof. Dr. Claas Knoop
Adjunct Professor of International Relations,
Social Sciences & Humanities
Jacobs University Bremen

Ralf J. Koch
Gesellschafter
KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co., Bremen

Dr. Kai Kochmann
Managing Director
Reflacta GbR, Berlin-Dahlem

Wolfgang G. Köhne
Geschäftsführender Gesellschafter
Hellmering, Köhne GmbH & Co., Bremen

Dr. Torsten Köhne
Vorsitzender des Vorstandes
swb Aktiengesellschaft, Bremen

Dr. Hans Peter Kolzen
Ehrenpräsident
Industrie- und Handelskammer
Elbe-Weser-Raum, Stade

Axel Könemann
Vertriebsdirektor
Daimler AG, Mercedes-Benz Vertriebsdirektion
NFZ Nord, Reinfeld

Oberst Claus Körbi
Der Kommandeur Landeskommando Bremen
Scharnhorst-Kaserne, Bremen

Ingo Kramer
Geschäftsführender Gesellschafter
J. Heinr. Kramer Holding GmbH, Bremerhaven
Präsident, Die Unternehmensverbände im Lande
Bremen e.V.
Präsident, Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände (BDA)

Karl Heinz Krebs
Geschäftsführender Gesellschafter
Wirtschaftswerbung Krebs, Bremen

Bernard Krone jun.
Geschäftsführender Gesellschafter
Bernard Krone Holding GmbH & Co. KG, Spelle

Fedor Krüger
Geschäftsführer
Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. KG,
Ratingen

Mark Kuchenbecker
Geschäftsführer
NAVES Corporate Finance GmbH, Hamburg

Matthias Kues
Sprecher der Geschäftsführung
Nord Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
mbH, Hannover

Stephan Kulenkampff
Rechtsanwalt und Notar
Sozietät Blaum – Dettmers – Rabstein, Bremen

Peer-Alexander Kulla
Geschäftsführer
Carl Bölken Söhne KG, Bremen

Dr. Mayk-Tammo Kunz
Facharzt für HNO-Heilkunde
Bremen

Dr. Kai Kunze
Geschäftsführer
Peter Möhrle Holding, Hamburg

Horst Küpker
Mitglied des Vorstandes
Erste Abwicklungsanstalt Anstalt des öffentlichen
Rechts, Düsseldorf

Hans-Dieter Lampe
Geschäftsführender Gesellschafter
Handelsgesellschaft Frantz Kragh GmbH, Bremen
Generalbevollmächtigter und Mitglied ‚Kleines
Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Lange
Lange Consult, Hallgarten

PD Dr. David A. Lazica
Oberarzt
Klinikum Bremen-Mitte – Urologische Klinik,
Bremen

Carl-Lambert Leisewitz
Geschäftsführer
Bremer Feinkost GmbH & Co. KG, Bremen

Thomas Lemke
Rechtsanwalt
Sozietät Kramer – Lemke – Wilken, Oldenburg

Prof. Dr. Burkhard Lemper
Vorsitzender der Geschäftsführung
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik,
Bremen

Prof. Dr. Gerhard P. Lenz
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirugie
Sternklinik, Bremen

Markus Lesser
Vorstand
PNE Wind AG, Cuxhaven

Jan Leßmann
Mitglied des Vorstandes
Bremer Tageszeitung AG, Bremen

Dr. Thomas Leucht
Biologe/Unternehmer
Bremen

Dr. Claus Liesner
Geschäftsführender Gesellschafter
AMC Asset Management Consulting GmbH,
Hamburg

Joachim Linnemann
Geschäftsführender Gesellschafter
Justus Grosse GmbH, Bremen
Präsident Bürgerparkverein, Bremen

Uwe R. Lissau
Präsident
Amtsgericht Bremerhaven

Franz-Wilhelm Löbe
Leiter der Niederlassung
Siemens AG, Bremen

Robert von Lucius
ehem. Korrespondent
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Berlin

Dipl.-Kfm. Jens Lütjen
Geschäftsführender Gesellschafter
Robert C. Spies KG, Bremen

Kersten Mackel
Managing Partner
MackelSiemers GmbH & Co. KG, Bremen

Robert Mahn
Mitglied des Vorstandes
Minerva Versicherungs-AG, Bremen

Jürgen Marggraf
Vorstand Produktion und Technik
Stv. Vorsitzender des Vorstandes
FROSTA AG, Bremerhaven

Peter Marx
Geschäftsführer
Unternehmensverband Bremische Häfen e.V.,
Bremen

Wolf-Christian Maßner
Mitglied des Vorstandes
Bankhaus Neelmeyer AG, Bremen

Richard G. Minor, LL.M.
Rechtsanwalt
Wirtschaftsministerium
Bundesstaat North Carolina/USA

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Möller
München
ehm. Direktor des Institutes für Zeitgeschichte

Frank Molthan
Geschäftsführer Personal
Coca Cola Erfrischungsgetränke GmbH, Berlin

Jochen Mönch
Fotograf/Galerist
Galerie Mönch, Bremen

Ulf Mühlbacher
Geschäftsführer
Rivus GmbH & Co. KG, Bremen

Markus Mühlhaus
Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank AG, Bremen

Uwe Müller
Mitglied der Geschäftsführung
Deutsche Factoring Bank, Bremen

Götz-Michael Müller
Mitglied des Verwaltungsrates
Arysta AG Zürich

Felix von Nathusius
Vorsitzender der Geschäftsführung
IFA Rotorion Holding GmbH, Hundisburg

Cornelius Neumann-Redlin
Rechtsanwalt u. Hauptgeschäftsführer
Die Unternehmensverbände im Lande Bremen
e.V., Bremen

Achim Neuse
Geschäftsführer
Galerie Neuse Kunsthandel GmbH, Bremen

Staatssekretär a.D. Dr. Knut Nevermann
ehem. Staatssekretär für Wissenschaft und
Forschung, Berlin

Uwe Niederprüm
Pers. haftender Gesellschafter
Cordes & Graefe KG, Bremen

Andreas Noodt
Gesellschafter, WP/StB
FIDES Treuhand GmbH & Co. KG, Bremen

Björn Nullmeyer
Mitglied des Vorstandes
Bremer Landesbank, Bremen

Minister a.D.
Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué
Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft
Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Kai Uwe Peter
Verbandsgeschäftsführer
Sparkassenverband Berlin

Dieter Friedrich Petram
Geschäftsführender Gesellschafter
MWB Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG,
Bremerhaven

Dr. Dirk Plump
Geschäftsführender Gesellschafter
W. Tiemann GmbH & Co. KG, Bremen

Caspar Plump
Kaufmännische Geschäftsleitung
W. Tiemann GmbH & Co. KG, Bremen

Timo Poppe
Mitglied des Vorstands
swb AG, Bremen

Dr. Christian Pox
Chefarzt Innere Medizin
Krankenhaus St. Joseph-Stift, Bremen

Frank Priewe
Mitglied des Vorstandes
swb AG, Bremen

Dr. Horst Real
Apotheker
Raths-Apotheke, Bremen

Jürgen Roggemann
Gesellschafter
Enno Roggemann GmbH & Co., Bremen

Wolfgang von Rohden
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Berlin

Axel Rohrssen
Vice President/Head of Area Office Germany
Wallenius Wilhelmsen Logistics AS German
Branch, Bremen

Prof. Dr. Gerd-Volker Röschenthaler
Professor
Jacobs University Bremen

Alexander Ruddat
Geschäftsführender Gesellschafter
Ruddat Grundbesitz GmbH & Co. KG, Bremen

Dipl.-Kfm. Julius C. Runge
Geschäftsführender Gesellschafter
Tegro Runge GmbH, Bremen

Dipl.-Kfm. Christoph von Saldern
Geschäftsführer
Saldern GmbH & Co. KG, Hechthausen

Dirk Sänger
Geschäftsführender Gesellschafter
C. Melchers GmbH & Co. KG, Bremen

Prof. Dr. Marko Sarstedt
Professor am Lehrstuhl für Marketing
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Senator E.h. Prof.
Dr. h.c. mult. Klaus Gerhard Saur
München
ehem. Geschäftsf. Gesellschafter
Walter de Gruyter GmbH Verlag, Berlin
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Nikolaus Schadeck
Partner
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Bremen

Caspar Schalk
Geschäftsführer
Barth & Könenkamp Seiden GmbH & Co. KG,
Bremen

Stephan Schalk
Geschäftsführender Gesellschafter
Barth & Könenkamp Seiden GmbH & Co. KG,
Bremen

Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E. h.
Dr. h. c. mult. Michael Schenk
Institutsdirektor
Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und
-automatisierung, Magdeburg

Stephan Schinnenburg
Mitglied des Vorstands
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf

Dr. Frank Schlaberg
Sprecher des Vorstandes
Bankhaus Neelmeyer AG, Bremen

Oliver Dewet Schmidt
Geschäftsführer
B. Grashoff Nachf. GmbH & Co. Produktions-KG,
Bremen

Dr. h.c. André Schmitz
Vorsitzender des Vorstandes
Schwarzkopf Stiftung, Berlin
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Hans-Joachim Schnitger
Geschäftsführender Gesellschafter
Karl Geuther & Co. Holding GmbH & Co. KG,
Bremen

Alexander Schnitger
Geschäftsführer
Reltrans GmbH, Bremen

Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
Rektor
Universität Bremen

Bernd Schreiber
Präsident
Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser,
Gärten und Seen, München

Frank Schriever
Leiter Wealth Management Region Nord
Deutsche Bank AG, Hamburg

Dr. Dankwart von Schultzendorff
Geschäftsführender Gesellschafter
Maurice Consult, Hamburg

Jürgen Schuhmacher
Freeman of the City of London

Michael F. Schütte
Geschäftsführer
Joh. Gottfried Schütte GmbH, Bremen

Senator Otto A. Schwimmbeck
Vorstand
OAS AG, Bremen

Hellmut Seemann
Präsident
Stiftung Weimarer Klassik

Oliver von Seidel
Geschäftsführer
Von Seidel & Cie. GmbH, Düsseldorf

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling
Präsident des Senats der Freien Hansestadt
Bremen

Dr. Thomas C. Sittel
Partner
goetzpartners Corporate Finance GmbH,
Grünwald

Dr. Axel Smend
Rechtsanwalt OF Counsel
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Berlin
Geschäftsführender Gesellschafter,
Deutsche Agentur für Aufsichtsräte

Dipl.-Ing. Gerd-M. Smolich
Generalbevollmächtigter/Verwaltungsleiter
Fürstliche Verwaltung Detmold

Dr. Thomas Sparr
Geschäftsführer
Suhrkamp Verlag, Berlin

Honorarkonsul Hans-Christian Specht
Geschäftsführender Gesellschafter
Gebrüder Specht GmbH & Co., Bremen
Honorarkonsul von Norwegen

Prof. Dr. Heiko Staroßom
Mitglied des Vorstands
Die Sparkasse Bremen AG, Bremen

Max F. Stegemann
Mitglied des Vorstands
Minerva Versicherungs-AG, Bremen

Dr. Thomas Stille
Internist/Sportmediziner
Bremen

Christian Stoll, M.A.
Presse & PR/Sportpromotion, Berlin

S.H. Dr. Rupert Graf Strachwitz
Direktor
Maecenata Institut für Philantropie, Berlin
Mitglied des Vorstandes Deutsch-Britische
Gesellschaft

Cornelius Strangemann
Geschäftsführer
Lestra Kaufhaus GmbH, Bremen

Prof. Christian Strenger
Mitglied des Aufsichtsrates
Deutsche Asset Management Investment GmbH,
Frankfurt am Main

Honorarkonsul Chawkat Takla
Geschäftsführender Gesellschafter
Miditec Datensysteme GmbH, Bremen
Honorarkonsul der Syrischen Arabischen Republik

Patrick Tessmann
Vorsitzender des Vorstandes
Oldenburgische Landesbank

Jan Peter Tewes
President Building Solutions Europe
Uponor GmbH, Haßfurt

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Joachim Treusch
President Emeritus
Jacobs University Bremen
Vorstandsvorsitzender Wilhelm und Else
Heraeus-Stiftung
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Dr. Peter Ulrich
Domprediger
St. Petri Domgemeinde, Bremen

Christian Veit
Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank, Bremen

Michael Vinnen
Geschäftsführender Gesellschafter
Reederei F.A. Vinnen & Co. (GmbH & Co. KG),
Bremen
Vorsitzender des Bremer Reedervereins e.V.

Gregor Waggershauser
Geschäftsführer
DZ Privatbank s.a., München

Bürgerschaftspräsident
Christian Weber
Präsident
Bremische Bürgerschaft, Bremen

André Wedemeyer
Pers. haftender Gesellschafter
Cordes & Graefe KG, Bremen

Dr. Patrick Wendisch
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen
Präsident der Eiswette von 1829
Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Peter Wesselhoeft
Geschäftsführender Gesellschafter
Gossler, Gobert & Wolters Assekuranz-Makler
GmbH & Co. KG, Hamburg

Michael Westhagemann
Geschäftsleiter der Region Nord
Siemens AG, Hamburg

Titus Wouda Kuipers
Director Operations
Imperial Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH,
Hamburg

Kurt Zech
Geschäftsführender Gesellschafter
Zech Group GmbH, Bremen

Guido Zerreßen
Vorstand
Seghorn AG, Bremen

Dr. Matthias Zimmermann
Geschäftsführender Gesellschafter
Weser-Wohnbau GmbH & Co. KG, Bremen

Dr. Jan-Martin Zimmermann
Rechtsanwalt & Notar
Ahlers & Vogel Rechtsanwälte, Bremen

Prof. Dr. Jochen Zimmermann
Dekan Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Universität Bremen

Jens Zurstiege
Unternehmer
JBZ Consult-Invest, Bremen