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Jahresschluss-Collegium am 12. Dezember 2024 im Alten Rathaus zu Bremen

Sprecher des Collegiums

Dr. Patrick Wendisch

Vortrag in der Collegiumsrunde

Bundesminister a.D. Christian Lindner

Thema

„Mehr „ich“ wagen. Wie Finanzpolitik Freiheit und Eigenverantwortung stärkt.“

Jahresschluss-Collegium am 12. Dezember 2024 im Alten Rathaus zu Bremen

Begrüßung – Dr. Patrick Wendisch

 

Meine Damen und Herren,

das Tabak-Collegium und das ehrwürdige Rathaus zu Bremen heißt sie herzlich willkommen zum Jahresschluss-Collegium.

Traditionell ist eine Standortbestimmung der Leitfaden der Begrüßungsrede im Tabak-Collegium.

Wir stehen in der Wandelhalle des Neuen Rathauses. Hinter meinem Rücken liegen die Diensträume des Bürgermeisters und rechts von mir ist der Senatssaal. Dort drüber an der Wand hängt das Bild von Franz Radziwill: „Die Klage Bremens“. Dieses Bild passt so gar nicht in die sonst hanseatisch geprägte Ausstattung. Deshalb aber umso mehr zur aktuellen Lage. Denn nie zuvor nach dem Ende des letzten Krieges war die Sicherheitslage direkt in Europa so bedrückend wie heute. Das Bild erinnert an das im Krieg zerstörte Bremen. Die Stadt war zu 60% zerstört, vornehmlich der Hafen und die angrenzenden Arbeiterviertel. Als am 1. September 1939 die Kanonen des Linienschiffes Schleswig-Holstein von Danzig auf die polnischen Befestigungen der Westerplate abgefeuert wurden, fragten sich die Franzosen zunächst: „Was haben wir mit Danzig zu tun?“. Ein Jahr später stand die Wehrmacht in Paris. Man kann nur Helmut Schmidt beipflichten, der sagte: „Es gehört zu den größten Illusionen der Nachkriegszeit, dass man durch eigene Schwächung das Risiko eines Krieges mindern könnte.“

Das Bild von Radziwill in diesem Bremer Rathaus gemahnt uns, dass solches Leid nie wieder passieren darf.

Dem Senat ist das Tabak Collegium zu großem Dank verpflichtet. Wir können hier unser großes Jahresschluss-Collegium begehen. Ebenso der Bürgerschaft, hatte diese doch die Weitsicht, in einer ihrer populärsten Entscheidung einen Dispens des Rauchverbotes bei bremischen Traditionsveranstaltungen zu beschließen. Das Rauchen aus unseren Tonpfeifen erfreut uns umso mehr, als die vorher abgeschalteten Rauchmelder sich nicht dennoch lautstark zu Wort melden.

Dem Tabak-Collegium wird heute sehr präsent von der Legislative beigesprungen. Ich begrüße die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft Frau Antje Grotheer sehr herzlich in unserer Collegiumsmitte.

Nicht nur Bezüge des Tabak-Collegiums zum Ort des Geschehens herzustellen, ist der Begrüßungsrede Üblichkeit, sondern auch zum Thema des Abends, heute der Finanzpolitik im weitesten Sinne.

Sowohl vor höherer Gewalt als auch niederer Gewalt ist selbst das Tabak-Collegium machtlos. Der Collegiumsvortrag wird daher nicht – wie angekündigt – durch den Bundesminister der Finanzen gehalten, sondern durch den Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten, Herrn Christian Lindner, den ich sehr herzlich in unserer Collegiumsmitte begrüße.

Vielen Dank für das kurzfristige Einspringen.

Ich möchte Ihnen daher zwanglos erklären, wie perfekt das finanzpolitische Thema des heutigen Abends zum heutigen Ort des Geschehens passt.

Sehr geehrte Frau Grotheer, Ihre Bürgerschaft war einmal selbst in diesem Hause ansässig. Die Bürgerschaft, für die Auswärtigen Gäste, das ist Landesparlament des Bundeslandes „Freie Hansestadt Bremen“, tagte bis 1966 im Festsaal des Rathauses, in dem wir anschließend das Bremer Abendbrot einnehmen werden. Die Legislative (Bürgerschaft) fand bei der Exekutive Unterschlupf. Die konstituierende Sitzung des Parlamentes fand 1946 sogar im Hause der 3. Gewalt, der Judikative, nämlich im Schwurgerichtssaal statt. Die Gastrolle des Parlaments fand erst ein Ende, als unser legendärer Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen der Bürgerschaft wörtlich nahelegte. „Nun sucht Euch mal ein eigenes Lokal“!

Erst daraufhin wurde in Bremen auch räumlich Exekutive und Legislative getrennt. Die Bremer Kaufmannschaft verkaufte ein Grundstück in Rufweite des Rathauses direkt am Markt. Es wurde das architektonisch prägnanteste Parlamentsgebäude Deutschlands errichtet. Früher stand dort die Börse, mit Aktienbörse und Warenbörsen. Ich selbst saß einmal in der Bürgerschaft. Bis auf den heutigen Tag spürt man dort noch den Geist des Kapitalismus.

Wie Sie alle wissen  – und es sei gesagt, dass bei dieser Floskel wie Sie alle wissen der Redner davon ausgeht, dass es nicht alle wissen – wie Sie also alle wissen, gab es selbst in Monarchien alter Prägung schon Parlamente, deren vornehmste Pflicht es war, den Haushalt des Landes zu genehmigen. Die Exekutive oder der Souverän sollte eben nicht das Staatsvermögen und die Steuern des Volkes verschleudern dürfen.

Der Staat sollte vor Überschuldung und Bankrott geschützt werden. Das Haushaltrecht gilt als das ureigenste Recht der Parlamente. Die Parlamente waren seinerzeit quasi eine geschichtliche Vorstufe der Schuldenbremse, die eigentlich Schuldenschutz und nicht -bremse heißen müsste. Eine Bremse zu lösen hat so etwas Befreiendes, wie der Schiffbrüchige, der sich von der unbequemen, eng sitzenden Schwimmweste befreit. Er wird noch eine kleine Weile unbeschwert planschen, ohne allerdings die Folgen zu bedenken.

Das gemeinsame Dach von Exekutive und Legislative hatte für den bremischen Haushalt keine besonderen Nachteile, war er doch in dieser Zeit stets ausgeglichen. Die Einnahmen sprudelten in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Kaisen hatte klare Prioritäten: erst Hafen und Wirtschaft, dann Wohnungen und Konsum. In dieser Reihenfolge hatte er beides, Wachstum und Wohlstand, umgekehrt hätte er weder das eine noch das andere gehabt. Es kann nur verteilt werden, was vorher erwirtschaftet wurde. Oder umgekehrt: Wachstumspolitik ist die einzig nachhaltige Sozialpolitik. Nur aus einer prosperierenden wachsenden Wirtschaft lassen sich notwendige soziale und energetische Anpassungen im gesellschaftlichen Konsens bestreiten. An diesem Fundamentalprinzip scheiterte die Ampel und es lässt zugleich den Unterschied zwischen einem ehemaligen Bremer und einem ehemaligen Hamburger Bürgermeister erkennen.

Damit die sprudelnden Einnahmen nicht – sozusagen – „verschütt“ gingen, ernannte Wilhelm Kaisen trotz satter absoluter SPD-Mehrheiten stets Finanzsenatoren von der FDP.

Honi soit qui mal y pense. Kaisen kannte die politischen Mechanismen nur zu gut und bestätigte die heutzutage herrschende umgekehrte Logik der Parlamente, die sich nicht mehr als klassische Kontrolleure, heute würde man sagen Schuldenbremser, eines überbordenden Haushaltsgebaren der Regierung verstehen, sondern im Gegenteil zu Lasten der Steuerzahler und zukünftiger Generationen vier Jahre lang irgendwie ihre Wiederwahl organisieren wollen, vorzugsweise mit fremdem Geld. Dieses Verhalten beruht auf der haushaltspolitisch empirisch nachweisbaren Handlungsmaxime: Einmal Dienstwagen – immer Dienstwagen. Pikanterweise ist die Nachhaltigkeit denjenigen, die diese stets anmahnen, ausgerechnet beim Haushaltsgebaren piepegal.

Diese Erwähnung dient rein zufällig der Herstellung einer gedanklichen Verbindung zum derzeit außer Diensten befindlichen Bundesminister der Finanzen.

Ich fand ein Interview mit Christian Lindner aus 2014. Vor 10 Jahren sagtest Du dort: Und dieses Du – meine Damen und Herren – ist keinesfalls solch ein ungefragtes, gewollt progressives Künstler-Du aus den Fernseh-Shows, oder etwa ein Ikea-Du, als es in Schweden noch keine Nachnamen gab, oder womöglich ein Genossen-Du, das übt stattdessen jetzt Herr Wissing, sondern ein ehrliches, mit viel Schnaps und Gin & Tonic gemeinsam erarbeitetes und damit sozial gerechtes Du.

Vor zehn Jahren sagtest Du hellseherisch: „Wir brauchen einen soliden und gegenüber den kommenden Generationen gerechten Staat, der sich – jetzt kommts – aus den Ketten der Verschuldung befreit“.

Jeder Kaufmann und jede Familie spürt solche Ketten am eigenen Leib, weil den Schuldner persönlich die Tilgungsverpflichtung trifft. Bei öffentlichen Schulden haftet stets der Steuerzahler und dessen Kinder, nie die Entscheider in Parlamenten und daraus gebildeten Regierungen selbst, womöglich persönlich. Persönliche unbeschränkte Haftung für kaufmännische Sorgfalt ist nur etwas für böse Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstände oder Aktionäre.

Das Privileg, das Geld der Steuerzahler ohne eigene Haftung auszugeben, wurde in dem südamerikanischen finanzpolitischen Lehrsatz zusammengefasst: „Nur auf einem fremden Rücken lässt es sich gut reiten“.

Übergangslos und geschmacklich auf die Spitze treibe ich es nunmehr mit dem wegen seines fein-brotigen Geschmacks bekannten klaren Mittelwächter Korns, zu dessen Verzehr ich sogleich zum traditionellen Löffeltrunk schreite. Nur wer den Mittelwächter kennt, weiß wie er wirkt. Der Klare hat dabei den Vorteil, den sieht die Leber nicht kommen.

Gestatten sie mir dazu vorab einige Hinweise, bevor der Service mit dem Ausschenken beginnt.

Der Löffeltrunk heißt Löffeltrunk, weil er aus dem Zinnlöffel eingenommen wird. Randvoll dürfen sie diesen Löffel keinesfalls wie einen Suppenlöffel in den Mund schieben, weil er wegen seines übermäßigen Durchmessers dort keinen Platz fände.

Sie müssen ihn an der Unterlippe ansetzen und mit dem Kopf in den Nacken legend nach hinten, sozusagen hinter die Binde kippen. Dann verschütten sie nichts und erleben das Wunder der sich langsam wärmende Speiseröhre als Vorbereitung zum kalten Abendbrot.

Sie wählen dazu aus Ihrer Umgebung einen umherstehenden Gast, der zu jenen gehört, der von der Hast und Betriebsamkeit unserer Zeit eher unberührt geblieben ist und mit Maß und Grenzen allen menschlichen Lebens vertraut die Dinge mit ruhiger Besonnenheit betrachtet.

Die im Löffeltrunk Bewanderten übernehmen die Initiative.

Ich wähle hierzu meine neue Schutzpatronin von der Legislative, die Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer.

Sie eröffnen anschließend frohen Mutes das Wort und sprechen mit sicherer, tragender Stimme:

„Ik seh Di.“

Ihr Gegenüber antwortet:

„Dat freit mi.“

Daraufhin erwidern Sie:

„Ik sopp di to“

Ihr neuer „Trinkkumpan“ möge bitte sicher, tragend, ohne große Verzögerung oder womöglich Zittern in der Stimme, in der sich selbst Mut machenden Antwort sagen:

„Dat doo.“

Nach dem Abkippen des Löffels in die Kehle treffen sie die Feststellung:

„Ik heff di tosapen.“

Beantwortet wird diese ebenso fröhlich mit einem:

„Hest den Rechten drapen.“

Wenn Sie diese kleine Kurzanleitung beachten mögen, werden Sie zu den perfekten Löffeltrunkprostern zählen, die jemals an einem Bremer Tabak-Collegium teilgenommen haben. Auf geht’s! Ich bitte den Service, nunmehr die Löffel zu befüllen.

Frau Präsidentin treten Sie hinzu:

Ick seh di (Ich sehe Dich)
Ick drink di to (Ich trinke Dir zu)
Dat freut mi (Das freut mich)
Dat do (Das tu)
– Prost! –
Ick heb di tosapen
(Ich hab` Dir zugetrunken)
Hest´n Rechten drapen
(Hast den Rechten getroffen)

Jahresschluss-Collegium am 12. Dezember 2024 im Alten Rathaus zu Bremen

1. Tischrede – Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste,

es ist mir eine Freude und Ehre, Sie heute Abend im Herzen Bremens und in unserem wunderschönen Rathaus willkommen zu heißen. Ich darf heute den eigentlichen Hausherrn, Bürgermeister Dr. Bovenschulte, vertreten, der leider verhindert ist und von dem ich Ihnen an dieser Stelle herzliche Grüße ausrichten darf.

So begrüßt Sie heute nicht der Kopf der Exekutive, sondern die Präsidentin der Legislative. Und dass wir als Parlament Entscheidungen treffen, die jeden und jede mitunter ganz direkt betreffen, das können Sie heute am eigenen Leib konkret erleben: Denn, dass Sie hier heute an diesem historischen Ort – aber eben auch in diesem öffentlichen Gebäude – rauchen dürfen, verdanken Sie einer Regelung im Nichtraucherschutzgesetz, die für besondere „historisch oder traditionell gewachsene Veranstaltungen“ Ausnahmen vom allgemeinen Verbot zulassen. Sie sehen also: Als Parlament machen wir uns Gedanken und versuchen, alle Interessen zu berücksichtigen.

Dass wir hier zu einer besonderen und traditionell gewachsenen Veranstaltung zusammengekommen sind, steht außer Frage. Und welchen besseren Ort könnte es dafür in Bremen geben als das Rathaus? Dieses Gebäude, das seit mehr als 600 Jahren Geschichte atmet, steht sinnbildlich für das, was Bremen ausmacht: Tradition, aber auch Innovation, Unabhängigkeit und Gemeinschaft.

Die Freie Hansestadt Bremen, die Wiege von Freiheit und Selbstverwaltung, hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu erfunden – und dabei stets das Wohl der Gemeinschaft im Blick behalten. Als Freie Hansestadt sind wir stolz auf unsere Unabhängigkeit, doch wir wissen auch, dass wahre Stärke aus Solidarität entsteht. Als Freie Hansestadt wissen wir, dass wir gemeinsam mit Partnern und Verbündeten stärker sind als alleine. Das galt und gilt für die Hanse. Und das gilt auch für die Europäische Union.

Dieser Gedanke durchzieht also nicht nur unsere Stadtgeschichte, sondern prägt auch unser Handeln.

Bremen, das mag der ein oder andere denken, ist auch ein Ort der Gegensätze. Wir setzen kulturell Maßstäbe: Das Theater Bremen, das Auswandererhaus und unsere Musikszene sind Ausdruck einer lebendigen, vielfältigen Gesellschaft. Mit Werder Bremen, den Pinguins und Eisbären in Bremerhaven, dem Grün-Gold Club Bremen und vielen anderen haben wir Teams, die weit oben mitspielen!

Wir stehen aber auch vor Herausforderungen – etwa im Bereich der Bildung oder in der wirtschaftlichen Transformation. Dies sind gleichwohl Herausforderungen, vor denen nicht nur Bremen steht, sondern die bundesweit ein wichtiges Thema sind.  Und gleichzeitig ist Bremen auch eine Stadt, die mit Tatkraft anpackt und Lösungen findet, die Vorbild sein können.

So wird unser wirtschaftliches Rückgrat, das geprägt ist von Schlüsselindustrien wie Luft- und Raumfahrt, Logistik und erneuerbaren Energien, durch die Förderung innovativer Start-ups und nachhaltiger Technologien gestärkt. Und bei allen politischen Unterschieden unter den im Parlament vertretenen Parteien: Wenn es darum geht, das Stahlwerk in Bremen finanziell bei der Umstellung auf grünen Wasserstoff zu unterstützen, dann packen auch Teile der Opposition mit an. Dann gibt es einen großen Konsens über das, was wichtig ist für unser Bundesland. Auch dies ist ein Beispiel für das Gemeinsame, das Bremen an vielen Stellen auszeichnet.

Wir werden heute noch einiges über Freiheit und Eigenverantwortung hören, denn das ist das Thema des Vortrags von Herrn Lindner. Ich bin gespannt darauf, und ich denke, da spreche ich für uns alle. Freiheit, das ist völlig klar, ist für uns alle von höchster Bedeutung. Nicht umsonst tragen wir den Namen Freie Hansestadt Bremen.

Was uns aber darüber hinaus auszeichnet, ist, dass wir in Bremen Freiheit eben auch als Gemeinschaftsprojekt sehen. Dass es ein soziales Fundament gibt. Dass es eine lange Tradition gibt, denjenigen zu helfen, die Hilfe benötigen. Das zeigen die vielen wohltätigen Stiftungen und Veranstaltungen, die wir hier in Bremen haben. Und wie es hanseatische Tradition ist: Der Bremer und die Bremerin hilft, wo es nötig ist – und hängt es nicht an die große Glocke.

Meine Damen und Herren,

auch heute Abend steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Heute Abend feiern wir nicht nur den Abschluss eines Jahres, sondern auch die Kraft des Austauschs und der Begegnung. Das Bremer Tabak-Collegium steht für eine Tradition des Gesprächs und der gemeinsamen Reflektion. Es erinnert uns daran, dass die großen Herausforderungen unserer Zeit nur im Dialog gemeistert werden können – sei es bei politischen und wirtschaftlichen Themen oder bei der Frage, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können.

Diese Tradition des Dialogs müssen wir bewahren, gerade in einer Zeit wie dieser, in der der Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts selbst zu einer Herausforderung geworden ist. In einer Zeit, in der immer mehr das betont wird, was uns unterscheidet und nicht das, was uns als Gemeinschaft verbindet. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen nicht mehr bereit zu sein scheinen, andere Meinungen zuzulassen oder überhaupt nur anzuhören – sondern nur noch akzeptieren, wenn sie sich zu einhundert Prozent durchsetzen. In einer Zeit, in der das Wesen von Demokratie – die Suche nach einem Kompromiss, der die Interessen von möglichst vielen Menschen berücksichtigt – von immer mehr Menschen als zu mühsam und zu kompliziert empfunden wird – und in der dadurch letztlich die Demokratie selbst in Gefahr gerät. In dieser Zeit brauchen wir mehr denn je den Austausch und die Begegnung – so wie heute Abend. Denn es ist die Demokratie, die gleiche Rechte für alle Menschen sicherstellt. Und es ist die Demokratie, die unser aller Freiheit garantiert.

Lassen Sie mich mit einem Gedanken schließen, der für Bremen wie auch für unser Land gilt: Erfolg misst sich nicht nur daran, was wir erreicht haben, sondern daran, wie wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen. Bremen ist bereit – bereit, neue Wege zu gehen, mutig zu handeln und solidarisch zu denken.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen inspirierenden Abend.

Vielen Dank!

Jahresschluss-Collegium am 12. Dezember 2024 im Alten Rathaus zu Bremen

2. Tischrede – Dr. Patrick Wendisch

 

Meine Damen und Herren,

traditionell ist die Tischrede des Sprechers des Abends eingebettet zwischen Schinken und Käse. Ähnlich einem Schinken-Käse-Toast. Einen sogenannten Toast ausbringen soll diese Rede nicht, denn wir stoßen auf keinen besonderen Anlass an. Der Tischrede Vorteilhaftigkeit auf dem Tabak-Collegium liegt in ihrer beliebigen Länge, weil der nächsten Gang gottlob nicht kalt werden kann.

Vielleicht gleicht die Tischrede vielmehr einem Cordon Bleu. Außenherum zartes Fleisch, das Deftige kommt in der Mitte.

Damit sind wir mitten im Geschehen.

In diesem Festsaal fand am 7. Juli 1978 das Gipfeltreffen der europäischen Gemeinschaft statt mit dem Beschluss, für Europa eine einheitliche Währung zu schaffen. Das Treffen in Bremen gilt als die Geburtsstunde des Euro.

Die treibenden Kräfte waren Helmut Schmidt und Valerie Giscard d´Estaing, die aus diesem Anlass 30 Jahre später nochmals im Kaminzimmer des Rathauses zusammenkamen. Ich persönlich hatte das Vergnügen, zu dem kleinen Kreis der Eingeladenen zu gehören. Das Kaminzimmer ist der Raum links von hier, in dem wir nach der Collegiumsrunde frisches Beck´s Bier mit Krabbensuppe und Würstchen gereicht bekommen.

Für den Strategen Schmidt lag die Verlockung einer gemeinsamen Währung darin, den Produktivitätsvorteil der deutschen Wirtschaft im Export nicht ständig durch Währungsabwertungen der Importländer Europas zunichtezumachen. Für Frankreich erfüllte sich ein Traum der Grand Nation, den Makel der Weichwährung Franc, der 1958 pari zur DM stand und 1984 nur noch 3 zu 1 war, endlich loszuwerden. Es kam, wie es kommen musste.

Frankreich und vor allem andere Süd- Länder verstießen ständig gegen die Kriterien von Maastricht, was die deutsche Bedingung zur gemeinsamen Währung war, nämlich dass die Staatsschuldenquote nicht höher als 60 % und das jährliche Haushaltsdefizit nicht mehr als 3 % vom BIP betragen dürfen. Das über allem schwebende Prinzip des „No Bail Out“, dass nämlich niemals ein Land für die Fiskalschulden eines anderen Landes werde haften müssen, schien Deutschland genug Sicherheit für die gemeinsam Währung zu bieten.

Nun, die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der Länder ließ sich nicht mehr mit der Abwertung einzelner Länderwährungen kompensieren, oder kaschieren, also griffen diese Länder zur Staatsverschuldung, begünstigt durch die niedrigen Zinsen. Als das auch nicht mehr half und zur Staatsschuldenkrise in Griechenland und damit zur Euro-Krise führte, wurde der Europäische Stabilitätsmechanismus mit einem Volumen von 700 Mrd. EURO geschaffen. Griechenland bekam Kredite faktisch zum Nulltarif, mit dem Backing der anderen EZB-Länder und faktisch zum gleichen Zins wie Deutschland.

Beharrlich wurde Deutschland weiterbearbeitet. Nach der gigantischen Wertezerstörung durch die Infektionsschutzmaßnahmen und des bewussten Herunterfahrens der Wirtschaft, wurde der Europäische Wiederaufbaufond mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro geschaffen. Erstmalig jedoch verschuldete sich die EU direkt. Nach nächtelanger Bearbeitung durch die Südländer fiel Merkel um. Bisher konnte die EU sich nie selbst verschulden. No Bail Out! Die Folge ist, dass schlussendlich die Gläubigerbanken sich an das zahlungskräftigste Land halten könnten, wenn die anderen Länder durch einfache Erklärung vom Tilgungsdienst Abstand nehmen sollten.

Als seinerzeitiger Finanzminister hatte der derzeitige Kanzler erklärtermaßen nicht nur nichts dagegen gehabt, sondern warb dafür – wie auch in seinem Wahlprogramm von 2021 enthalten -, wenn es auf EU-Ebene noch weitere solche Fonds gäbe. Das Kleingedruckte, nämlich mit gesamtschuldnerischer Haftung Deutschlands, ließ er dabei unerwähnt. Heute wäre mit einer Schuldenunion ein herrliches Instrument geschaffen, die lästige heimische Schuldenbremse elegant auszuhebeln und heimische Haushaltslasten durch Rückflüsse aus EU-Fonds zu kompensieren und zu finanzieren. Geniales Geschäftsmodell: Man zahlt nach deutschem BIP- und Bevölkerungsschlüssel z.B. 100 Mrd. ein, bekommt nach Bedürftigkeit 40 Mrd. ausgeschüttet, haftet aber für die gesamten 400 Mrd.

Warum erwähne ich das?

Nun. Die EU refinanziert diesen Fond am internationalen Kapitalmarkt. Es sind genug Banker unter Ihnen, die Ihnen erklären, dass bei der Kreditvergabe das Rating des Schuldners nicht ganz unwichtig ist. Alle diese EU-Fonds und Stabilitätsmechanismen leben letztlich vom Rating Deutschlands. Derzeit triple A, Frankreich gerade noch double A, Italien tripple B. Dieselben Banker können Ihnen auch erklären, dass das Rating von Unternehmen und von Staaten u.a. ein Abbild der eigenen Verschuldensquote ist. Man mag über die Höhe der Maastricht-Kriterien streiten. Aber eines ist klar: Wenn Deutschland in eine massive Schuldenfinanzierung des Haushaltes einsteigt und womöglich noch in die EU-Schuldenunion, übrigens der finanzpolitische Traum von links von der Mitte, ist es nur noch eine Frage der Zeit, ich wette darauf, dass unser Kreditrating an den internationalen Finanzmärkten nach Süden geht. Dann refinanziert sich nicht nur Deutschland zu deutlich höheren Zinsen, sondern dann kollabieren diese EU-Fonds und die Zinsen aller anderen EU-Staaten schießen in die Höhe. Nur für das Protokoll, wenn der Zins sich z.B. von 2% auf 4 % erhöht, beträgt die Erhöhung nicht 2 % sondern 100%.

Und weiter fürs Protokoll:

Der Kapitalmarkt entscheidet über das Rating und nicht die Redaktionen der ARD- und ZDF-Talkshows. Der Kapitalmarkt hat auch über das Ampel-Aus entschieden. Die Aktienkurse stiegen.

Deshalb ist die Verteidigung einer konstitutiven Schuldentragfähigkeitsgrenze keinesfalls eine deutsche Marotte oder eine Koalitionspetitesse, wie sie gerne in den finanzwissenschaftlich stets versierten Qualitätsmedien unter Lästigkeitsgesichtspunkten dargestellt wird, sondern vor allem ein Akt der Stabilität der EU.

Dabei lässt die Schuldenbremse in Artikel 109 des Grundgesetzes bereits heute Ausnahmen zu. Nur eines ist heute schon sicher. Bei einer Aufweichung sind der politischen Kreativität im Identifizieren „außergewöhnlicher Notsituationen“ keine Grenzen mehr gesetzt. Getreu dem Spruch von Joseph Schumpeter: „Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an als eine demokratische Regierung eine Budgetreserve.“

Bei Staatsschulden weiß der Bremer, wovon er spricht.

Als Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland und sogenanntes Haushaltsnotlageland, kann sich selbst Bremen zu Bundeszinssätzen refinanzieren.

Bekanntlich wird auch wegen des Finanzausgleichs stets eine Länderneugliederung von den Gönnern Bremens ins Spiel gebracht, mit dem Ziel, diese herrliche und älteste bestehende Stadtrepublik auch aus Lästigkeitsgründen in den Orkus der Geschichte zu befördern.

Bremens Antwort ist einfach:

Gegenüber dem Rathaus im Schütting hängt das Linzer Diplom, Bremens ewige Freiheitsurkunde, 1646 vom deutschen Kaiser Ferdinand dem III. verliehen. Dafür hatte Bremen seinerzeit an den Kaiser die enorme Summe von 100.000 Gulden zahlen müssen. Die Urkunde war so teuer, dass wir uns entschlossen haben, sie nie wieder herauszurücken.

Würde uns heute der Status als selbständiges Bundesland genommen, müsste die Bundesregierung als legitime Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches nach heutiger Kaufkraft mit Zins und Zinseszins EUR 102 Mrd. zurückerstatten – bei 2,5 % Zinsfuß.

Bei 4 % EUR 19 Billionen = 19.000 Mrd. und bei 6 % EUR 18 Billiarden, das ist eine 18 mit 15 Nullen. Diese Summen ergeben sich allein durch die Wirkung des sogenannten 8. Weltwunders, der Zinseszins-Rechnung. Dieses 8. Weltwunder funktioniert allerdings auch bei Sollzinsen, wenn man den Schuldendienst aus neuen Schulden finanziert, wie das bei 3/4 aller Staatskredite bereits der Fall ist.

Deshalb – sehr verehrte Gäste – ist das Weiterbestehen von Bremens Selbständigkeit zutiefst ein Akt der Rettung Deutschlands vor Überschuldung.

In großer Gelassenheit überlasse ich Sie nun dem Käsegang und dem dazugehörigen Chateau Bernateau des Bremer Tabak-Collegiums.

 

Jahresschluss-Collegium am 12. Dezember 2024 im Alten Rathaus zu Bremen

Bundesminister a.D. Christian Lindner
„Mehr „ich“ wagen. Wie Finanzpolitik Freiheit und Eigenverantwortung stärkt.“

 

Lieber Patrick, verehrte Damen, meine Herren,

schön in Bremen zu sein. In Bremen, da hat die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ihren Sitz. Ich fühle mich zuhause.

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, liebe Gräfin Lambsdorff, ich spreche Sie an als Witwe von Otto Graf Lambsdorff, weil sie gerade einen Gedanken geäußert haben, der mir noch niemals gekommen ist, nämlich, dass das Jahr 2024 sich anfühlen könnte wie das Jahr 1982.

Ich will mich Ihnen vorstellen, das ist bislang ja noch nicht erfolgt. Mein Name ist Christian Lindner, ich bin Ruheständler, ehemaliger Unternehmer, Freund des automobilen Kulturgutes, Connaisseur mechanischer Uhren. Ich liebe meine Frau, die Mutter meines ungeborenen Kindes, ich bis seit 23 Jahren Major der Reserve, ich bin Verteidiger der Schuldenbremse, ich bin ein freiheitsliebender Mensch, dem Neid fremd ist, gestatten, ich bin das Feindbild des linksgrünen Mainstreams in Deutschland.

Meine Damen und Herren, ich bin aber vor allen Dingen auch eines, ich bin seit 2014 Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst in Aachen. Also ich bin im Karneval aktiv, was noch von Bedeutung werden könnte, weil der nächste Bundestagswahlkampf im Februar des nächsten Jahres ausgerechnet in die Hochsaison des Karnevals fallen wird. Ich bin von Hause aus allerdings kein Karnevalist. Ich bin im Bergischen Land aufgewachsen, also Remscheid, Solingen, Wuppertal, in dieser Gegend und der Bergischen Mentalität, nun, wir sind so eine Mischung aus der sauerländischen Fröhlichkeit und der rheinischen Beständigkeit. Als ich seinerzeit Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst wurde, musste ich sozusagen sozialisiert werden. Und ich weiß noch wie heute, als ich damals am Rosenmontag in Aachen zum ersten Mal auf einem dieser Wagen mitgefahren bin. Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen am Rosenmontag schon einmal das Privileg hatte, auf einem dieser Wagen mitzufahren. Gibt’s jemanden? Melden. Ja, einige wenige. Frau Roth meldet sich. Einige wenige, aber so ging es mir auch, mir war das ursprünglich fremd. Und so bin ich deshalb auf diesen Wagen gestiegen am Rosenmontag in Aachen und wir fuhren und Patrick, du hast ja aus einer Rede von mir aus dem Jahr 2014 im selben Jahr zitiert, befreien aus den Ketten der Verschuldung, so war ich immer und so fuhren wir also auf diesem Wagen und ich griff in diesen Sack mit Süßigkeiten. Und nahm ein Bonbon heraus und suchte am Straßenrand ein Augenpaar, und fand eins, Herr Fitschen, und versuchte zielgerichtet zu werfen und ja, Mensch der Passant fing, aber ohne Begeisterung. Und so lernte ich dann auf den nächsten Metern, ich müsste tiefer in diese Tüte greifen und machte die Hände voll und ich warf an den Straßenrand und es wurde manches aufgefangen und freundlich zurück gewunken. Am Schluss hatte ich es begriffen. Da habe ich die Tüten gleich ganz genommen und hab sie über den Bürgern am Straßenrand ausgeschüttet. Und alles lag auf dem Boden, aber es war Jubel. Da habe ich verstanden, ah okay, im Karneval kommt es darauf an zu verteilen, um populär zu werden. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt aus dem Karneval, in der Politik, so haben Sie Recht, es handelt sich um die Methode Scholz.

Denn vor der letzten Bundestagswahl haben wir erlebt, dass rentenpolitische Versprechen und Erhöhung des Mindestlohns gemacht worden sind, und jetzt, vor zwei Tagen wurde in Aussicht gestellt eine Erhöhung des Nettoeinkommens der Menschen, allerdings nicht nur eine Veränderung der Lohn- und Einkommenssteuer, sondern darüber, dass der Mehrwertsteuersatz für Grundnahrungsmittel reduziert wird. Ich will das jetzt gar nicht weiter diskutieren und das verteilungspolitisch eigentlich zu rechtfertigen ist, weil Millionär und BAföG-Empfänger davon in gleicher Weise profitieren würden. Ich will es jetzt auch gar nicht vor dem Hintergrund diskutieren, ob ein gesenkter Mehrwertsteuersatz auf Grundnahrungsmittel zu mehr Jobs, mehr Wachstum in unserem Land führen würde. Ich will nur feststellen, dass vor einigen wenigen Wochen der Bundeskanzler seinen Finanzminister entlassen hat, weil dieser sich geweigert hat, eine Haushaltsnotlage mit 15 Milliarden Euro notwendigen, aus Sicht des Bundeskanzlers notwendigen Schulden, mitzutragen und dass einige wenige Wochen später es nicht mehr um eine Haushaltsnotlage geht, sondern um Kamelle-Politik.

Ich jedenfalls muss mir nicht viele Fragen stellen am nächsten Montag, ob ich dem Bundeskanzler das Vertrauen aussprechen will. Für mich zeigt sich aber an dieser kurzen anekdotischen Einordnung die Qualität unserer Schuldenbremse. Denn tatsächlich sind Politiker fortwährend in der Versuchung zu agieren, wie der Prinz Karneval, also zu versuchen mit Verteilungspolitik, mit Kamelle, mit Süßigkeiten, kurzfristigen Erfolg zu erzielen, Popularität zu erzielen. Ein Alaaf oder ein Helau, je nachdem wo, hervorzurufen. Die Schuldenbremse aber, eine Fiskalregel in der Verfassung, begrenzt das, was politisch gewollt werden kann, auf das, was ökonomisch tragfähig ist, auf Dauer. Sie hat einen deshalb so hohen Wert, weil sie fehlbare Politikerinnen und Politiker, die aufgrund des demokratischen Wettbewerbs gezwungen sind, um Zustimmung zu werben, begrenzen auf das, was nicht am Ende sich gegen das Gemeinwohlinteresse stellen kann. Wer Homer gelesen hat, erinnert sich an die Odyssee des Odysseus. Odysseus hat sich einst an den Mast seines Schiffes gekettet, um den Sirenenklängen nicht zu erliegen, während seine Mannschaft sich die Ohren verschlossen hat. Man muss sich also die Schuldenbremse so vorstellen wie die Ketten des Odysseus, mit denen er sich an den Mast seines Bootes gekettet hat. In der aktuellen politischen Diskussion über unsere Finanzpolitik wird freilich eingewendet, dass es notwendig sei, einen in unserem Land bestreitbar vorhandenen Investitionsstau aufzulösen, deshalb wäre es empfehlenswert, so wird gesagt, bestimmte Ausnahmen von der Schuldenbremse für Investitionen vorzunehmen. Tatsächlich kannte die Finanzverfassung des Grundgesetzes bis vor gut 15 Jahren eine sogenannte goldene Regel für Investitionen. Es haben frühere Generationen von Politikern aber immer vermocht, den Begriff der Investition zu dehnen und im Haushalt definitorisch auch Konsum zu Investition zu erklären. Mehr noch, anders als bei Ihnen, wenn Sie unternehmerische Verantwortung tragen, kennt der Staat keine doppelte Buchführung, der Staat kennt ausschließlich die Kameralistik. Der Unternehmer nimmt einen Kredit auf, um eine neue Maschine zu finanzieren. Er würde aber die Wartung der Maschine oder die Reparatur seines Daches niemals auf Kredit finanzieren, sondern in der Regel bildet man dafür Rückstellungen und schreibt alte Investitionen ab. Der staatlichen Haushaltspolitik ist allerdings die Abschreibung fremd. Der Staat kennt nur die Bruttoinvestitionen. Der Bau einer neuen Brücke oder das Flicken der alten Brücke, die man zu lange vernachlässigt hat, beides ist für die staatliche Haushaltsführung identisch, Erneuerungsinvestition oder Einrichtungsinvestition fallen in eins. Und deshalb hat die goldene Rege, die es früher in Deutschland gab, gerade dazu geführt, dass unser Land vor der Einführung der Schuldenbremse so stark sich verschuldet hat, dass die langfristige Tragfähigkeit unserer Staatsfinanzen in Frage gestellt war. Vielleicht ist es so einfach, wie es die schwäbische Hausfrau kennt, auch der Staat kann nicht auf Dauer mehr Geld ausgeben, als er einnimmt. Die Schuldentragfähigkeit, und darauf hat Patrick Wendisch eben an zwei Stellen bereits hingewiesen, die Schuldentragfähigkeit hat eine Bedeutung nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die weitere Zukunft. Schuldentragfähigkeit messen wir in der politisch populären Diskussion gerne am absoluten Schuldenstand des Staats, an der Staatsschuldenquote also. Sie beträgt gegenwärtig 63 % des Bruttoinlandsprodukts. Das ist im Vergleich der entwickelten Industrienation wenig. Fraglos, Patrick, mehr als die 60 %, die uns der Maastricht-Vertrag gestattet, verglichen mit anderen, auch entwickelten Industrienationen wenig. Das Rating, auf das du dich bezogen hast, also die Schuldentragfähigkeit orientiert sich allerdings, anders als die veröffentlichte Meinung sagt, eben nicht ausschließlich nur am Verhältnis Staatsverschuldung zu Bruttoinlandsprodukt. Ratings und Analysen zur Schuldentragfähigkeit, zur Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen müssen andere Faktoren mit einbeziehen. Es macht einen Unterschied, ob eine stark prosperierende, dynamisch wachsende Gesellschaft, ob eine Gesellschaft mit vielen jungen Menschen sich verschuldet, oder ob es eine alternde Gesellschaft ist, die wirtschaftlich auf der Stelle tritt. Die alternde, wirtschaftlich auf der Stelle tretende Wirtschaftsnation hat eine ungleich schlechtere Schuldentragfähigkeitsperspektive als die dynamisch wachsende junge Generation. Auch das ist einsehbar, denn erhöht sich die Staatsverschuldung und wächst das Wirtschaftsprodukt nur unterproportional und sind es weniger aktive im Arbeitsmarkt, die das Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften müssen, so ist die Perspektive auf Stabilität verschlechtert. Aus diesem Grund haben wir auch die europäischen Fiskalregeln verändert. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt heute kennt nicht mehr nur das    3-%-Kriterium beim jährlichen Defizit und das 60-%-Kriterium beim Verhältnis Staatsverschuldung und Bruttoinlandsprodukt. Unter meiner Verhandlungsführung haben wir neue europäische Fiskalregeln, die die Schuldentragfähigkeit in den Blick nehmen, also die langfristige Perspektive der Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat. Die europäischen Fiskalregeln sehen für Deutschland eine Ausfahrt vor, für die nächsten sieben Jahre. Dieser Ausgabepfad der europäischen Fiskalregeln, er ist strikter als die Schuldenbremse des Grundgesetzes. Wir können in der Innenpolitik also eine Zweidrittelmehrheit mobilisieren, Herr Bovenschulte und Herr Merz können sich zusammentun und offen sein für eine Änderung der Fiskalregeln des Grundgesetzes und beide würden stoßen auf die Fiskalregeln der europäischen Union, des Stabilitäts- und Wachstumspakts. Weil diese Regeln dynamisch auch andere ökonomische Faktoren berücksichtigen. In Deutschland gibt es neben der Verschuldung, die das Grundgesetz regulär dem Staatshaushalt erlaubt, 50 Milliarden Euro übrigens in diesem Jahr, ja auch noch Ausgaben neben der Schuldenbremse, wie etwas das Sondervermögen für die Bundeswehr, das ich initiiert hatte, oder auch beispielsweise die Versorgung der Bahn mit Eigenkapital als finanzielle Transaktion neben der Schuldenbremse. Dies zusammengenommen führt zu staatlichen Ausgaben in Deutschland, die bereits in Spannung stehen zu den bestehenden europäischen Fiskalregeln. Die Idee also, Lindner zu beseitigen, den letzten Verteidiger der Schuldenbremse, um dann neue große Spielräume zu eröffnen durch eine Veränderung des Grundgesetzes für dieses und jenes Sinnvolle oder weniger Sinnvolle, würden immer vorsätzlich die europäischen Regeln brechen. Wäre dies für unser Land ohne Auswirkung? Ich glaube nein. Natürlich hat Deutschland mit seinem AAA-Rating trotz der von mir beschriebenen Probleme bei Wachstum und Demografie noch gewisse Spielräume, ich komme später nochmal drauf zurück, aber unsere Entscheidungen als größte Volkswirtschaft Europas haben Auswirkungen auf andere in der europäischen Union und zumal, Patrick, in der Währungsunion. Frankreich und Italien haben höchste Defizite. In Frankreich muss man befürchten, wir sind ja unter uns, dass der Staatshaushalt inzwischen außer Kontrolle geraten ist, weil es auch keine Parlamentsmehrheit mehr gibt, die in der Lage wäre, eine quantitative und qualitative Konsolidierung zu beschließen. Was aber würde in der italienischen und in der französischen Innenpolitik passieren, wenn nun Deutschland als größte Volkswirtschaft, als traditioneller Anwalt stabilitätsorientierter Fiskalpolitik, was also würde in der Währungsunion passieren, wenn Deutschland vorsätzlich die EU-Fiskalregeln brechen würde? Was würde passieren, wenn sich beispielsweise der frühere Kollege Robert Habeck durchsetzen würde, der ja offensiv nicht nur dazu aufruft, das Grundgesetz zu verändern, sondern auch gleich den europäischen Fiskalvertrag, nach dem Motto von James Bond, die Welt ist nicht genug. Grundgesetz reicht nicht, sondern die europäischen Regeln müssen auch gleich noch dran glauben. Ich bin überzeugt, dann würden erst recht die finanzpolitischen Dämme in der Währungsunion brechen. Dann gäbe es keine Möglichkeit mehr in anderen unserer europäischen Demokratien Konsolidierungspolitik zu beschließen, gebe es keine Möglichkeit mehr, die europäischen Fiskalregeln, die gerade erst verändert worden sind, zu implementieren. Dies wäre freilich zum großen Schaden unseres Landes. Wir haben vor 15 Jahren erlebt, was passiert, wenn einige wenige, hinsichtlich ihrer ökonomischen Dimension sogar periphere Mitglieder der Währungsunion in Turbulenzen geraten. Frankreich und Italien sind unvergleichbar mit Griechenland. Würden Frankreich und Italien als Mitglieder der Währungsunion nicht mehr compliant zum Stabilitäts- und Wachstumspakt agieren, nicht mehr ihre Defizite reduzieren, nicht mehr den Versuch unternehmen zurückzukehren, zu kontrollierbaren Staatschuldenständen, das Fundament der Währungsunion selbst, die hier einmal vorgedacht worden ist, das Fundament der Währungsunion selbst würde unterspült werden. Deutschland hat eine Führungsfunktion in der europäischen Union und in der Wirtschafts- und Währungsunion. Und unsere oberste fiskalpolitische Priorität muss die Stabilität unserer Währung sein. Denn wenn die Stabilität der Währung in Frage gestellt wird, dann ist danach jede andere ökonomische Entscheidung in Frage gestellt, dies lehrt das Beispiel Argentinien. Ich bin im Übrigen überzeugt, dass fiskalische Stabilität auch Teil der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland ist. Wir sprechen in diesem Zusammenhang ja oft, und es sind ja auch Kameradinnen und Kameraden von Heer und Marine heute hier, wie ich als Major der Luftwaffe auch sagen darf. Es wird oft in Frage gestellt, die Finanzierung der Bundeswehr sei ein entscheidender Grund dafür, die Fiskalregel unserer Verfassung zu verändern, weil die Sicherheit nun eben es verlangte.

Verteidigungsausgaben, verehrte Anwesende, meine Damen und Herren, Verteidigungsausgaben haben aber den Charakter einer Versicherungsprämie. Eine Feuerversicherung. Man schließt sie ab und dafür, für den Fall, der nie eintreten möge. Ausgaben für die Verteidigung sind Versicherungsprämien, weil wir leisten sie für einen Fall, von dem man nicht wollen kann, dass er eintritt. Wir müssen kämpfen können, damit wir nicht kämpfen müssen. Freilich, es gibt eine gewisse Umwegrentabilität, dadurch, dass Ausgaben für die Verteidigung, die Rüstungsindustrie, die heimische Rüstungsindustrie stärken, aber wer F35 aus den USA kauft, der stärkt die amerikanische Volkswirtschaft und trägt auch nichts zur Umwegrentabilität in Deutschland bei. Fiskalische Stabilität hingegen ist selbst ein Faktor von Sicherheit, für den Fall globaler Krisen. Ich kann es selbst bezeugen aus meiner Amtszeit. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und den ruinös gestiegenen Energiepreisen in Deutschland war es ja erforderlich, einen Abwehrschirm bei den Strom- und bei den sonstigen Energiepreisen in einer Größenordnung von bis zu 200 Milliarden Euro zu installieren. Sie erinnern sich. Diese Entscheidung wurde im vierten Quartal 2022 getroffen. 200 Milliarden Euro. Bis zu 200 Milliarden Euro. Wer mit den Finanzmärkten vertraut ist, weiß, dass die institutionellen Investoren zur Mitte des vierten Quartals ihre Bücher schließen. Ihre Anlagen bereits vorgenommen haben. Und da trat Deutschland als Gläubiger auf und musste kurzfristig sogar noch deutlich mehr als 200 Milliarden Euro aufgrund roulierender Staatsverschuldung, die zu erneuern war, kurzfristig mehr, deutlich mehr als 200 Milliarden Euro an zusätzlichen Anleihen begeben. Und was ist passiert? Nichts. Es ist nichts passiert. Deutschland konnte ohne jedes Problem, ohne eine Veränderung der Risikoaufschläge, nahezu sofort bei geschlossenen Büchern über 200 Milliarden Euro zusätzliche Staatsanleihen begeben. Das nenne ich fiskalische Resilienz, die unser Land immer zur Verfügung haben muss, für den Fall globaler Krisen. Die Schuldenbremse des Grundgesetzes und unsere stabilitätsorientierte Politik ist also eine Rückversicherung für das unknown Unkown. Die Fälle, von denen wir nicht wissen können, wann sie wie eintreten, auf die wir uns nicht vorbereiten können, aber in denen wir uns darauf verlassen dürfen, dass wir als Goldstandard der weltweiten Staatsfinanzierung immer die Mittel erhalten, die wir benötigen, um unsere Staatsfunktion zu finanzieren. An diesem Goldstandard, der Staatsfinanzierung als Teil unserer Krisenvorbereitung, darf man nicht rütteln.

Verehrte Anwesende, meine Damen und Herren, ich bin überzeugt, dass die Schuldenbremse des Grundgesetzes zugleich Garant für unsere ordoliberale Wirtschaftsordnung ist. Ich will so weit gehen zu sagen, dass die Schuldenbremse komplementär zur sozialen Marktwirtschaft ist. Wir befinden uns gegenwärtig ja in einem Streit der ökonomischen Denkschulen, zwischen den G7-Nationen, den Wirtschaftswissenschaftlern in der deutschen Öffentlichkeit, in der deutschen Wirtschaftswissenschaft, in der Politik. Es gibt zwei Denkschulen. Die erste Denkschule ist inspiriert von inflation reduction act der Vereinigten Staaten von Amerika oder auch der Idee der Planifikation, wie sie seit Jahrzehnten in Frankreich gelebt wird. Es ist die Idee, dass Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft top down gestaltet werden können. Es ist die Vorstellung, dass eine in die Geheimnisse der Geschichte eingeweihte Elite wortwörtlich am „grünen Tisch“ entscheiden kann, in welcher Richtung sich Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln hätte. Diese Entwicklungsrichtung wird dann vorgegeben. Durch ein Setup von Verboten, Standards und Subventionen. Es ist die Vorstellung, dass man die Transformation der deutschen Automobilindustrie beispielsweise dadurch erreicht, dass man 2035 den Verbrennungsmotor verbietet und bis dahin irgendwie hinterher subventioniert, dass die E-Autos gekauft werden und die Ladesäuleninfrastruktur entsteht. Es ist die Idee, dass man, selbst wenn vom Weltmarkt keine Nachfrage kommt, es möglich ist, mit wie auch immer gearteten Subventionen auch in Deutschland dann Industrien aufrechterhalten kann, die weltweit keine Wettbewerbsfähigkeit mehr haben. Es ist die Idee also, dass Politikerinnen und Politiker, Beamte, Verwaltung, Staat, entscheiden, welche Branche, welche Technologie, welches Unternehmen Zukunft haben soll. Und diese Entscheidung der Politik, welches Unternehmen, welche Branche, welche Technologie, die wird dann zugesetzt mit der Kombination aus Marktintervention und Subvention auf Pump. Das ist die eine Denkschule. Die andere Denkschule ist die der sozialen Marktwirtschaft. Sie geht davon aus, dass die Zukunft der Gesellschaft und der Wirtschaft dadurch entsteht, dass Menschen individuellere Entscheidungen treffen, als Wissenschaftler*innen für die Suche nach einer Erkenntnis als Unternehmer oder Investoren durch die Entscheidung, sich einem Unternehmen, einer Idee zuzuwenden, durch die Kundinnen und Kunden, die sich für diese Produkt und gegen ein anderes entscheiden. In diesem Modell der sozialen Marktwirtschaft, in ihm schafft der Staat Rahmenbedingungen, er optimiert die Angebotsbedingungen für die Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger, der freien Individuen, aber er interveniert nicht mit Verboten und er zahlt keine Subventionen auf Pump. Er sorgt schlicht dafür, dass die Weisheit der Vielen durch ihre millionenfachen Einzelentscheidungen jeden Tag, wo der Einzelne scheitern kann und die Einzelne erfolgreich sein kann, die zukünftige Richtung der Gesellschaft bilden. Es ist gewissermaßen, wie Friedrich August von Hayek gesagt hat, ein Entdeckungsverfahren für das dezentral in der Gesellschaft vorhandene Wissen. Diese beiden Denkschulen stehen gegenwärtig auch in Deutschland in Konkurrenz, ich sage genauer, zur Wahl. Überzeugt bin ich davon, dass die Schuldenbremse klar für die soziale Marktwirtschaft plädiert, denn die Schuldenbremse erlaubt schlicht nicht, eine Wirtschaftsordnung, in der Schulden gemacht werden, damit Politiker danach ihre Entscheidungen, welche Technologie sie gut finden, subventionieren können. Deshalb ist die Schuldenbremse eine Garantie für eine ordoliberale Wirtschaftsordnung, deshalb profitieren wird alle von ihr, denn ich habe einst einmal Politikwissenschaft, Philosophie und öffentliches Recht studiert und beispielsweise der Bundeskanzler ist Jurist, und der Kanzlerkandidat der CDU/CSU auch. Der Wirtschaftsminister ist, wenn ich es richtig sehe, Germanist und Kinderbuchautor. Alles ehrenwerte Berufe und akademische Qualifikationen, ich weiß nur eins: Juristen, Politologen, Kinderbuchautoren wissen nichts über die technologische Perspektive von Antrieben in Autos oder die zukünftigen Chancen von Energieerzeugung, wo auch immer. Und deshalb sollten nicht Politologen, Juristen und Kinderbuchautoren physikalisch technische Entscheidungen treffen, sondern diejenigen, die wirklich etwas davon verstehen.

Die Schuldenbremse ist aber nicht nur Garant sozialer Marktwirtschaft, sondern sie begrenzt auch den Einfluss des Staates darüber hinaus, weil sie den Appetit nach zusätzlichen Staatsausgaben zügelt. Und weil sie die Möglichkeit zusätzlicher Staatsausgaben begrenzt, ist sie so etwas wie die Effizienzpeitsche von Staatstätigkeit. Wir haben ja neue Aufgaben. Wir haben ja eine Veränderung etwa unserer geopolitischen Situation, weshalb es unabweisbar ist, dass wir auf Dauer mehr investieren müssen, um unsere Befähigung im militärischen Bereich, insbesondere im Bereich der konventionellen Abschreckung. Allerdings ist es falsch zu glauben, dass dies zu einer entweder/oder-Entscheidung führen müsste, denn tatsächlich besteht ja die Möglichkeit, dass der Staat selbst auch wächst. Und es besteht die Möglichkeit, Prioritäten in den Haushalten zu setzen, ohne dass irgendjemandem etwas weggenommen wird. Das Problem unseres Landes während der vergangenen 15 Jahre war ja, dass die Staatsausgaben und insbesondere die Sozialausgaben schneller gewachsen sind als die Wertschätzung. Weil, Stichwort Kamellepolitik, sich Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer vor den Entscheidungsterminen gerne neue und zusätzliche Staatsausgaben und -aufgaben einfallen lassen. Neue Ideen, neue Gesetze, neue Behörden, neue Standards. Paradoxerweise sind aber die Bürgerinnen und Bürger nach meinem Empfinden mit den bestehenden Staatsaufgaben und ihrer Erfüllung jedenfalls nicht restlos zufrieden. Hinsichtlich der Situation des Bildungssystems, der Infrastruktur, oder wie erwähnt, der Bundeswehr, so scheint es mir, gibt es Anlass zur weiteren Vervollkommnung dessen, was der Staat tut. Und deshalb sehe ich die Schuldenbremse auch als eine Effizienzpeitsche, sie sorgt nämlich dafür, dass zunächst einmal das Augenmerk darauf gerichtet werden muss, dass der Staat bei seinen bestehenden Aufgaben besser wird, bei innerer und äußerer Sicherheit, bei Bildung, bei Infrastruktur, bei der Digitalisierung seiner Verwaltungsdienstleistungen, anders gesagt, erst dann, wenn der Staat uns wieder überzeugt bei der Erfüllung seiner Kernaufgaben, sollten wir politisch eine Diskussion darüber führen, unserem Staat zusätzliche Aufgaben zuzuweisen. Bräuchten wir zusätzliche Mittel, so haben wir im Übrigen eine bessere Alternative als uns in Verschuldung, weitere, neue höhere Verschuldung zu fliehen, nämlich die Möglichkeit, auch in unserem Staat wieder zusätzliches wirtschaftliches Wachstum, eine neue Dynamik zu erreichen, um dann nicht über Verschuldung, sondern über Wachstumsdividenden bestehende und neue Aufgaben zu finanzieren. Deutschland wächst allerdings nicht mehr, seit 2019 wächst diese Volkswirtschaft nicht mehr. Wir sind in der Stagnation. Als einzige der G20-Nationen übrigens. Die Financial Times hat, manche von Ihnen haben es gelesen, vor einigen wenigen Wochen nicht mehr von einem kranken Mann Deutschland gesprochen in Europa, sondern gefragt, ob das deutsche Geschäftsmodell kaputt, broken sei. Das ist nichts Oberflächliches, das ist nach meiner Überzeugung auch alles andere als eine konjunkturelle Welle, sondern es ist die Auswirkung dessen, dass wir vor 10 oder 15 Jahren schlicht falsch abgebogen sind. Wir sind 2014 Platz 6 der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit gewesen und der Global Competitiveness Index, der sieht uns in diesem Jahr noch auf Platz 24. Auswirkungen hat das auf die Staatseinnahmen, Auswirkungen hat das auf den Lebensstandard der Menschen, der sinkt. Und es hat Auswirkungen natürlich auf Jobs, weil inzwischen auch diejenigen um ihren Arbeitsplatz fürchten müssten, die glaubten, eine lebenslange Jobgarantie mit den exzellenten Tarifverträgen der Baden-Württembergischen Metall- und Elektroindustrie zu haben, auch dort wird nun abgebaut. Und deshalb werden wir uns die Frage danach stellen müssen, wie wir, wenn die Verschuldung aus den von mir ausgeführten Gründen für uns keine Option ist, wie wir auf anderem Wege Wohlstand sichern und zusätzliche Mitteln gewinnen. Und für mich ist evident, dies kann nur dadurch gehen, dass wir unser Land wieder wettbewerbsfähiger machen. Wer mehr verteilen will, wer mehr Kamelle werfen will, der muss jetzt das Hauptaugenmerk zunächst einmal auf die Erwirtschaftung unseres Wohlstandes richten, bevor danach wieder die Verteilungsfrage gestellt werden kann. Offensichtlich haben wir bei unseren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen Mängel. Und diese Mängel, sie sind so offensichtlich, dass jeder von Ihnen, jeder von uns sie benennen kann. Jeder kennt sie. Jeder weiß hier, und die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Mehrheit wissen es auch, wo die Probleme liegen und wo wir uns selbst im Wege stehen. Das ist eine gute Nachricht. Wer sich selbst im Wege steht, kann sich auch selbst den Weg frei machen. Ich habe beispielsweise in einem Papier noch als Finanzminister, in meiner früheren beruflichen Funktion, eine Wirtschaftswende beschrieben. Ich will kurz gleich einige wenige Maßnahmen hervorheben, und dieses Papier wurde von Vertreter*innen der deutschen Wirtschaft und der Wirtschaftswissenschaft gelobt als richtig eingeordnet. Auch von den Kommentatorinnen und Kommentatoren des Wirtschaftsteils der unterschiedlichen deutschen Zeitungen. Paradoxerweise waren es ausgerechnet meine früheren Koalitionspartner, die die von Wirtschaftsvertretern und Wirtschaftswissenschaftlern als richtig erkannten Maßnahmen als Provokation bezeichnet haben. Das sagt möglicherweise alles über den Zustand der damaligen Regierung, wenn gelobte, öffentlich gelobte Lösungsvorschläge als Provokation empfunden werden. Ich kann heute nur sagen, in der Demokratie kann eine neue Wahl niemals eine Belastung sein, sondern in diesem speziellen Fall in besonderer Weise eine Chance für unser Land. Die Maßnahmen also liegen auf der Hand. Erstens, die Regulierungsdichte, die sich als ein feines Gespinst und immer enger gewobenes Gespinst über jeden Teil unseres Lebens gelegt hat. Der Bürokratismus schlägt seine Tentakel in jeden Bereich. Ich traf vor einigen Monaten eine amerikanische Vorstandsvorsitzende eines Technologieunternehmens und gestern bei den Reedern in Hamburg habe ich auch zitiert, und die sagte mir, wissen Sie, was der Unterschied zwischen Ihnen und euch ist? We want to innovate technology, you want to regulate technology. Die europäische Union wollte der weltweite Vorreiter von Regulierung für alles Mögliche sein. Queen Deal, AI, X und so weiter. Wir wollten der Standard sein in der Welt. Der Rechtsetzer europäische Union, Softpower der EU. Problem freilich ist, niemand folgt uns. Weder bei künstlicher Intelligenz noch beim sogenannten Queen Deal und so bleiben wir einfach unter uns, mit den Fesseln, die wir uns angelegt haben in Europa, aber auch, zumal in Deutschland. Ich bin deshalb überzeugt, wir müssen in einer geradezu disruptiven Weise die Fesseln abstreifen, die wir uns selber angelegt haben. Das ist übrigens auch die Pointe, warum ich neulich mir einmal erlaubt habe, Bezug zu nehmen zum argentinischen Präsidenten Milei und zum erfolgreichsten Unternehmer der Gegenwart, nämlich Herrn Musk. Bei allen verstörenden Äußerungen, die ich nicht teile und auch Frisurmoden, die ich nicht kopieren will, ist es doch freilich so, dass die uns einen Spiegel vorhalten, nämlich zeigen, was möglich ist bei Mut und bei Ambition. Ein gewählter Präsident, der sein komplett runtergewirtschaftetes Land wieder auf einen Erfolgskurs bringen will und der angefeindet wird dafür. Gerade übrigens auch in Deutschland von den Medien, gerade von der politischen Linken. Vielleicht aus Neid, weil Venezuela, das sozialistische Venezuela jedenfalls kein Referenzpunkt sein kann und Elon Musk, Elon Musk hat die Ambition gehabt, eine Rakete in den Orbit zu schicken, und danach mit einem Arm wieder einzufangen, was niemand zuvor für möglich gehalten hat, hat er realisiert. Und dann haben wir die Arroganz zu sagen, wir sollen von solchen Persönlichkeiten nicht lernen, das, was übertragbar ist, auf uns. Was haben wir eigentlich zuletzt gekonnt im Vergleich zu „wir fangen eine Rakete auf“? War das die Kunst, dass der Flaschendeckel an der Plastikflasche noch dranhängt? Wollen wir damit die Welt beeindrucken? Jedenfalls ich bin für einen disruptiven Abbau von Bürokratismus in Deutschland. Der erste Schritt wäre ein Gesetz mit einem einzigen Satz. Ein Satz. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz tritt mit dem heutigen Tag außer Kraft. Ein Satz. Arbeitszeitgesetz, Dokumentationsverpflichtungen und viele andere gesetzliche Regelungen darüber hinaus sind zu erwähnen, warum haben wir ein Bundesverwaltungsamt. Warum haben wir dann noch eine Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen? Was genau macht eigentlich das Umweltbundesamt außer Aktivismus? Gibt es nicht in unserem Staat selbst ein erhebliches Potential, schlanker, schneller und agiler zu werden? Ich sage ja und damit verbunden ist ja nicht nur der Verzicht auf bürokratische Verfahren und auch nicht nur die Einsparung von Steuergeldern, damit verbunden ist im Übrigen auch eine gesellschaftspolitische Frage, wie ich in diesen Tagen nicht müde werde zu betonen. Welches Bild nämlich macht sich ein Staat von seinen Bürgerinnen und Bürgern, wenn er glaubt, jeden Lebensbereich präzise regeln zu müssen und dann Behörden einführen zu müssen, um zu kontrollieren, wie all dies dann beachtet wird. Welches Bild macht sich der Staat von seinem Souverän? Es ist doch das Bild verführbarer, schwacher, ängstlicher, verantwortungsloser, unvernünftiger Menschen, weshalb man ihre Entscheidungen in Freiheit und Verantwortung lenken und danach korrigieren, mindestens kontrollieren muss. Deshalb finde ich, das ist meine Überzeugung, alleine aus gesellschaftspolitischen Gründen ist Bürokratieabbau nötig, weil die Bürgerinnen und Bürger als Souverän zunächst und zumeist Vertrauen ihres Staates verdient haben, denn sie beweisen jeden Tag millionenfach, dass sie zu vernünftigen und verantwortungsbewussten Entscheidungen in der Lage sind.

Zweitens, unser Tischgespräch über die Stahlindustrie eben drüben, veranlasst mich zu einem zweiten Punkt. Wir leisten uns einen weltweit einmaligen Sonderweg in der Klima- und Energiepolitik, meine Damen und Herren. Weltweit einmalig. Die größte Volkswirtschaft Europas glaubt, ohne Kernenergie fünf Jahre schneller klimaneutral zu sein als die anderen 26. Heute, an diesem dunklen Winterabendtag haben wir so viel Kernenergie aus Frankreich und so viel Braunkohlestrom aus Polen importiert, wie kaum je zuvor. Vielleicht schon im Januar werden wir Dunkelflauten haben, wo die Versorgung aus dem Ausland nicht mehr ausreicht, so dass es zum zwangsweisen Lastabwurf in der deutschen Industrie kommt. Die Energiepreise sind auf einem Rekordniveau. Wir haben großartige Technologien wie den Verbrennungsmotor, die wir vor der Zeit abschaffen. Wir verschrotten funktionierende Anlagen vor dem Ende ihrer technischen Nutzbarkeit und vernichten damit vorsätzlich unseren Kapitalstock. Und auf der anderen Seite, ich komme zurück zur Schuldenbremse, auf der anderen Seite nehmen wir dann Schulden auf, um den vorsätzlich vernichteten Kapitalstock mit staatlichen Subventionen zu ersetzen, aber kein neuer Wohlstand, keine neue Wertschöpfung, kein neues Potentialwachstum entsteht dadurch, sondern es ist rein ein Ersatz. Verantwortungsethisch halte ich das nicht mehr für vertretbar. Es wäre vertretbar, wenn ein deutsches Klimaziel 2045 statt 50 irgendeine Auswirkung auf die Erreichung der weltweiten CO2-Einsparziele hätte. 1,5 Grad Ziel also, hat es aber nicht. Denn wir haben es in Europa mit einem sogenannten, von den Ökonomen sogenannten Wasserbetteffekt zu tun. Die CO2-Emissionen, die wir in Deutschland nicht emittieren, die stehen Polen, Frankreich, Spanien, Schweden, Italien zur Verfügung. Die CO2-Zertifikate, die nicht von deutschen Unternehmen gekauft werden, die können von anderen Unternehmen gekauft werden, da aber zu einem günstigeren Preis, weil ja die deutsche Nachfrage weggefallen ist.  Wir haben also für die Bekämpfung der Erderwärmung nichts erreicht. Aber vorsätzlich Wertschöpfung und am Ende dann Industriearbeitsplätze in Deutschland vernichtet, deshalb bin ich der Auffassung, dass es für Deutschland bereits ambitioniert genug wäre, dass 2050er Ziel der europäischen Union zu erreichen. Fünf Jahre zu strecken und technologieoffen das Ziel 2050 zu erreichen, also ohne Technologieverbote und damit verbundener Subventionen, würde nicht nur den Staatshaushalt entlasten, sondern auf der anderen Seite auch in erheblichem Umfang zusätzliche Wachstumspotentiale eröffnen, weil die bestehenden Anlagen und Technologien länger genutzt werden können. Wenn wir beides gleichzeitig unternehmen, also den von mir skizzierten disruptiven Bürokratieabbau inklusive der Rückkehr zum gesunden Menschenverstand in der Klima- und Energiepolitik, den ich auch nur skizzieren konnte, dann wachsen in diesem Staat neue zusätzliche Möglichkeiten zu. Möglichkeiten, die er nicht nur nutzen kann für die Darstellung seiner äußeren Sicherheit und auch die Beseitigung von Investitionsdefiziten im Bereich der öffentlichen Infrastruktur, sondern auch Möglichkeiten, die Balance zwischen privaten und öffentlichen Finanzen zu verbessern oder klarer gesagt: Es erwächst dadurch die Möglichkeit von Steuerentlastungen. Wenn der Staat schlanker wird, und seine Bürokratie reduziert, und wenn er die enorme Subventionskulisse für den idealisierten Klimaschutz und die physikalisch fehlgeleitete Energiepolitik, wenn er sie beide reduziert, dann stehen uns in jedem Jahr zweistellige Milliardeneurobeträge zur Verfügung, die wir anders einsetzen können. Und das ist erst der Anfang einer Disruption, weil ich überzeugt bin, dass von einer solchen Politik ja neben der aktuellen kameralen Wirkung in einem Haushaltsjahr ja auch zusätzlich dynamische Effekte für die Steigerung der Wirtschaftsleistung ausgehen würden. Im ersten Schritt aber könnten schon die Einmaleffekte genutzt werden für erhebliche steuerpolitische Maßnahmen, wie ich das in meinem Papier für die Wirtschaftswende übrigens ja noch von meinen Fachbeamtinnen und -beamten amtlich habe ausrechnen lassen. Es wäre möglich, den Zuschlag für die gewährte Überstunde steuerfrei zu stellen. Für die Facharbeiterinnen und Facharbeiter eine gute Nachricht, denn für zu viele ist der Grenzsteuersatz so hoch, dass die geleistete Überstunde bei Zuschlag schlicht nicht attraktiv ist und man sich entscheidet dann doch für die Work-Life-Balance. Es wäre möglich, den Grundfreibetrag, von denen dann insbesondere die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen profitieren, um bis zu tausend Euro ad hoc anzuheben. Ein wichtiges Argument im Übrigen auch für die Aufnahme überhaupt von Arbeit. Weil nämlich durch einen um tausend Euro erhöhten Grundfreibetrag sich sofort der Lohnabstand zwischen der Grundsicherung, also dem Bürgergeld, und einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vergrößert. Über das Bürgergeld will ich jetzt höchstens nur auf Nachfrage mich äußern, das dauert länger.

Und zum dritten wäre eine weitere, aus meiner Sicht entscheidende Maßnahme nötig und dann finanzierbar. Der Solidaritätszuschlag wurde, wie Sie ja wissen, einst stark reduziert, vor wenigen Jahren von der früheren großen Koalition. 90% der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sind ausgenommen. Wenn 90% der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ausgenommen sind, bedeutet das übrigens, dass die 10%, die 50% des Steueraufkommens leisten, ihn noch zahlen. 10% zahlen die Hälfte des Steueraufkommens. Manche von den 10% sind hier. Der Solidaritätszuschlag wird heute von jenen gezahlt, die über eine besondere berufliche Qualifikation verfügen, die also in ihre eigene Ausbildung investiert haben, über Talent verfügen und deshalb ein höheres Einkommen beziehen. Qualifikation also. Solidaritätszuschlag wird von denen gezahlt, für die zum Beispiel die Einkommensteuer die betriebliche Steuer ist, erst recht von jenen, die körperschaftsteuerpflichtig sind mit ihren Gesellschaften. Also er wird von denen gezahlt, die unternehmerisches Risiko tragen. Der Solidaritätszuschlag wird zusammengenommen von jenen gezahlt also, die dafür sorgen müssen, dass unser Land wieder einen Aufschwung bekommt. Woher sollte denn ein Aufschwung in Deutschland sonst kommen, wenn nicht vom Einsatz von Qualifikation und von der Bereitschaft, unternehmerische Risiken zu tragen? Von wo sonst sollte der Aufschwung kommen, wenn nicht von qualifizierten Beschäftigten und Menschen, die bereit sind, zu investieren und dafür Risiken einzugehen. Der Solidaritätszuschlag ist also geworden eine Wirtschaftsstrafsteuer, eine Wirtschaftsstrafsteuer auf all das, was wir brauchen, damit unser Land eine ökonomische Trendwende erreichen kann. Bei engagiertem Bürokratieabbau, bei mehr Realismus in Klima- und Energiepolitik wäre es also möglich, die Überstunde steuerlich zu privilegieren, es wäre möglich, die Aufnahme von Arbeit auch in kleinen, nicht gut bezahlten Berufen steuerlich zu belohnen und es wäre möglich, all jene zu entlasten, die mit Qualifikation und unternehmerischer Risikobereitschaft einen Aufschwung in Deutschland organisieren können und deshalb bin ich überzeugt davon, genauso eine Steuerpolitik brauchen wir und insbesondere beim Solidaritätszuschlag sollte sich die Politik nicht von Karlsruhe zwingen lassen, ihn abzuschaffen, sondern aus guten ökonomischen Gründen sollte die Politik die Kraft zu der Entscheidung finden, ihn selbst auslaufen zu lassen.

Meine Damen und Herren, so, jetzt kommen wir zum Schluss mit einer abschließenden Bemerkung, denn, das ist das, was die Politik tun kann, die Schuldenbremse diszipliniert uns, möge sie in der Verfassung bleiben, die Schuldenbremse weist uns einen Weg, weil sie andere verschließt, wie wir neue Wachstumsdividenden in unserem Land erhalten, aber all das, das ist nur die Hardware. Müssen wir uns nicht auch die Frage nach der Software in unserem Land stellen? Nach unserer Mentalität? Nach der Einstellung? Sind wir Deutsche nicht über die vergangenen 10, 15 Jahre recht zufrieden geworden? Der Philosoph Peter Sloterdijk sprach neulich davon, die Deutschen seien ein Volk von Delegationskünstlern geworden. Immer jemand anders ist zuständig. Man selber freilich nicht. Am ersten Mai haben die Gewerkschaften demonstriert, anders als früher, aber nicht unbedingt für höhere Bezüge, sondern für mehr Freiheit, mehr Sicherheit, höheres Einkommen. Ich fand paradox, als der frühere IG Metall Chef sagte, man brauche jetzt die vier Tage auch in der Produktion, weil er am Fließband stünde, könne ja kein Homeoffice machen. Was übrigens für eine Charakteristik des Homeoffice. Vier Tage Woche. Als Homeoffice. Dann die Diskussion über die Leistungsfeststellung bei den Bundesjugendspielen, ja oder nein. Fortwährende Diskussion in der Landespolitik darüber, ob man jetzt Ziffernnoten in der Grundschule noch geben soll. Nahezu in jedem Landtagswahlkampf, ich bin jetzt so alt, ich hatte so viele Landtagswahlkämpfe, immer dieses Thema, ja es muss in der Grundschule, ich weiß nicht, wie es in Bremen ist, in der Grundschule darf es keine Noten mehr geben. Immer dasselbe. Die Kleine, der Kleine sollen geschützt werden, vor der Fünf im Diktat. Müssen wir abschaffen. Ja, wer die Fünf im Diktat abschafft, schafft leider auch die Zwei ab und damit das Gefühl, dass die Leistung sich gelohnt hat, wenn man sich vier Wochen auf den Hosenboden gesetzt hat und gelernt hat. Also müssen wir uns wenig fraglich eine Mentalitätsfrage stellen, wenn wir den ökonomischen Turnaround schaffen. Wir haben uns alle gewöhnt an spitzenmäßigen Lebensstandard in Deutschland. An spitzenmäßige soziale Absicherung. An spitzenmäßige ökonomische und ökologische Selbstansprüche. An spitzenmäßige moralische Appelle, die wir an andere in der Welt richten. Aber machen wir uns bitte doch klar, der Lebensstandard, die soziale Absicherung, die ökologischen Ansprüche und unsere Belehrungen an andere in der Welt, die haben eine Voraussetzung, nämlich die Bereitschaft dieses Landes, auch wieder selbst Spitzenleistung zu zeigen.

Ich danke Ihnen.

 

Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry
Chef des Stabes
Marinekommando in Rostock

Klaus Ahlers
Bremen
Ehrenpräsident Industrie-Club Bremen e.V.

Heike Ahrens-Kulenkampff
Rechtsanwältin und Notarin
Rechtsanwälte Blaum, Dettmers & Rabstein,
Bremen

Prof. Dr. Wiebke Ahrndt
Direktorin
Überseemuseum Bremen
Präsidentin des Deutschen Museumsbundes

Birgit van Aken
Finanzplanerin und Bankfachwirtin
Plansecur, Osterholz-Scharmbeck

Prof. Thomas Albert
Intendant
Musikfest Bremen

Dr. Heidi Armbruster-Domeyer
Geschäftsführende Gesellschafterin
Domeyer GmbH & Co. KG, Bremen

Dr. Christine Backhaus
Geschäftsträgerin
Stiftungshaus Bremen e.V., Bremen

Michael Bauer
Leiter Produktion Europa & Südafrika (MO/ES)
Mercedes-Benz AG, Sindelfingen

Dr. Markus Baumanns
Geschäftsführender Gesellschafter
Company Companions GmbH, Hamburg

Sebastian Beining
Staatsanwaltschaft Düsseldorf

Michael Blach
Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, Bremen
Mitglied des Vorstandes BLG Logistics Group AG
& Co. KG

Christian Blömer
Deutsche Bank AG/Wealth Management, Hamburg

Ludwig Blomeyer-Bartenstein
Bremen

Wilhelm von Boddien
Geschäftsführer
Förderverein Berliner Schloß e.V., Hamburg
ehem. Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer
Tabak-Collegium

Honorarkonsul Hylke Huibert Boerstra
Honorarkonsulat des Königsreichs der Niederlande,
Bremen
Beirat Krämer-Gruppe

Prof. Dr. Mirjam Boggasch
Rektorin
Hochschule für Künste, Bremen

Priv.-Doz. Dr. Arnd S. Böhle
Ärztlicher Direktor
Klinikum Links der Weser, Bremen

Matthias Böhm
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen

Johannes von Bötticher
Geschäftsführer
M. Niemeyer GmbH & Co. KG, Bremen

Tarek Brauer
Geschäftsführer Organisation & Personal
Werder Bremen GmbH & Co. KG aA, Bremen

Dr. Jörg Bremer
Journalist, Historiker und Autor
ehem. Korrespondent und Redakteur Frankfurter
Allgemeine Zeitung
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Marco Bremermann
Pers. haftender Gesellschafter
Müller & Bremermann GmbH, Bremen

Dr. Thomas Brinkmann, LL.M. (Tulane)
Rechtsanwalt u. Notar
Dr. Schackow & Partner – Rechtsanwälte und
Notare, Bremen
Sprecher ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Stefan Brockmann
Geschäftsführer
BoConcept Bremen – Brockmann Design GmbH &
Co. KG, Bremen

Ulf Brothuhn
Vorsitzender des Vorstandes
Bremische Volksbank Weser-Wümme eG, Bremen

Dr. Dr. Magnus Buhlert
Vorsitzender des Vorstandes
Liberale Gesellschaft Bremen

Dr. Julia Bulk
Wissenschaftliche Leiterin und Geschäftsführerin
Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Bremen

Olaf Buske
Partner
KPMG AG, Bremen

S.H. Dr. Moritz Freiherr von Campenhausen
Berater
Egon Zehnder International GmbH, Hamburg

Constantin Conrad
Geschäftsführer
Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen

Ingo Damaschke
Geschäftsführer
Asset – Firmengruppe, Bremen

Heiner Dettmer
Geschäftsführer
Dettmer Group GmbH & Co. KG, Bremen

Yared Dibaba
Schauspieler, Entertainer, Autor, Sänger
Never Walk Alone GmbH, Hamburg

Stefan Dohler
Vorsitzender des Vorstandes
EWE AG, Oldenburg

Frank Dreeke
Vorsitzender des Vorstands
BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen

Ministerialrat a.D. Helmut von Dreising
Hemmingen

Honorarkonsul Eduard Dubbers-Albrecht
Geschäftsführer
Ipsen Logistics Holding GmbH & Co. KG, Bremen
Präses der Handelskammer Bremen – IHK für
Bremen und Bremerhaven
königlich Dänischer Konsul a.h.

Marcel Egger
Geschäftsführer
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen

Prof. Dr. Konrad Elmshäuser
Leitender Direktor
Staatsarchiv Bremen

Dipl.-Kfm. Ulrich Emde
Partner/Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
Emde & Partner, Bremen
Vorsitzender des Aufsichtsrates Sparkasse Bremen

Umut Ertan
Founder and Shareholder
Schweizer Kapital Family Office Group, Zürich

Christel Fangmann
Marketing, Events, PR
Bremen

Dirk Fasse
Präsident
Polizei Bremen

Dr. Lars Figura
Rechtsanwalt/Partner
Büsing, Müffelmann & Theye, Bremen

Klaus Filbry
Vorsitzender der Geschäftsführung
Werder Bremen GmbH & Co. KG aA, Bremen

Harm Fischer
Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Fahrzeughaus Schmidt & Koch AG,
Bremen

Jürgen Fitschen
Vorsitzender des Vorstandes
Deutsche Bank Stiftung, Frankfurt am Main
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Stefan Fleischhaker
Geschäftsführender Gesellschafter
Schenk Fleischhaker Architekten Partnerschaft
mdB, Hamburg

Michael von Foerster
Hauptgeschäftsführer und Rechtsanwalt
Verband der deutschen Rauchtabakindustrie,
Berlin

Dr. Matthias Fonger
Hauptgeschäftsführer und I. Syndicus
Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und
Bremerhaven

Frauke Frers
Bereichsleitung Firmenkunden
Bremische Volksbank Weser-Wümme eG, Bremen

Stephan M. Friedrich
Geschäftsführer
Lürssen Industrie Beteiligungen GmbH, Bremen

Michael Frieß
Standortleiter
Mercedes Benz Werk Bremen

Gunnar Geise
Mitglied des Vorstandes
swb AG, Bremen

Susanne Gerlach
Geschäftsführerin
Böttcherstraße GmbH, Bremen

Ulf Giebel
Vorsitzender des Vorstands
Giebel Familienstiftung e.S., Bremen

Prof. Dr. Dietrich Grashoff
Partner
Ebner Stolz Mönning Bachem Wirtschaftsprüfer
Steuerberater, Rechtsanwälte, Bremen
Präsident des Bürgerparkvereins

Eva Greil, LL.M.
Rechtsanwältin und Geschäftsführerin
Institut Finanzen und Steuern (ifst), Teltow

Prof. Dr. Anna Greve
Direktorin
Focke-Museum, Bremen

Theresa Gröninger, MdBB
Sprecherin für Wirtschaft
CDU-Bürgerschaftsfraktion, Bremen

Tim Großmann
Parkdirektor
Bürgerpark Bremen

Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer
Präsidentin
Bremische Bürgerschaft, Bremen

Prof. Dr. Christoph Grunenberg
Direktor
Kunsthalle Bremen

Senator a.D. Martin Günthner
Stadtrat für Soziales, Arbeit, Jugend und Familie
Magistrat der Stadt Bremerhaven

Prof. Dr. Herwig Guratzsch
Hamburg ehem. Direktor Stiftung Schleswig-
Holsteinische Landesmuseen, Schleswig
ehem. Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Tobias Haas
Rechtsanwalt/Notar/Partner
Dr. Schackow & Partner – Rechtsanwälte und
Notare, Bremen

Julian Hankel
Director Investment
Robert C. Spies Gewerbe und Investment GmbH
& Co.KG, Bremen

Dr. Dorothee Hansen
Stellvertretende Direktorin
Kunsthalle Bremen

Albrecht von Harder
Direktor
Rothschild & Co Vermögensverwaltung GmbH,
Frankfurt

Honorarkonsul Peter Harren
Geschäftsführender Gesellschafter
Harren Shipping Group & Co. KG, Bremen
Honorarkonsul von Jamaika

Jan Peter Hartmann, CFA
Co-Founder
WH Inv. Man. SICAV, Küsnacht ZH

Dr. Arie Hartog
Direktor
Gerhard-Marcks-Haus, Bremen

Dr. jur. Peter Haßkamp
Bremen
ehem. Vorsitzender des Vorstandes der Bremer
Landesbank
ehem. Sprecher ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Thomas Haukje
Geschäftsführender Gesellschafter
Nordwest Assekuranzmakler GmbH & Co. KG,
Bremen

Matthias Hellmann
Vorstand
Abeking & Rasmussen, Lemwerder

Silke Hellwig
Chefredakteurin
Weser Kurier Mediengruppe, Bremen

Robert P. Hempel
Geschäftsführender Gesellschafter
Hanseatische Waren Handelsgesellschaft mbH &
Co.KG, Bremen

Daniel Hempel
Geschäftsführer
Titanium Solutions GmbH, Bremen

Christian Hermsen
Geschäftsführer
CR3-Kaffeeveredelung M. Hermsen GmbH,
Bremen

Detlev Herrmann
Vorstand
Bremische Volksbank Weser-Wümme eG, Bremen

Philip W. Herwig
Geschäftsführender Gesellschafter
Röhlig Logistics GmbH & Co. KG, Bremen

Prof. Dr. Hauke Hilz
Stadtrat – Dezernent für Schule, Kultur
Magistrat der Stadt Bremerhaven

Dr. Cecilie Hollberg
Florenz/Italien

Christoph Holtkemper
Geschäftsführender Gesellschafter
Roland Umschlagsgesellschaft für kombinierten
Güterverkehr mbH & Co. KG, Bremen
Vorstand Giebel Familienstiftung e.S.

Dr. Andreas Holzhüter
Geschäftsführer
C. Melchers GmbH & Co. KG, Bremen

Reiner Holznagel
Präsident
Bund der Steuerzahler Deutschland, Berlin

Stefan Hunsche
Vorstand
Bremische Volksbank Weser-Wümme eG, Sottrum

Jendrik Ideler
Prokurist
Intermodal & Logistics Director
MSC Germany S.A. & Co. KG, Bremen

Stephan Ilsemann
Geschäftsführer
Heino Ilsemann GmbH, Bremen

Mircea Ionescu
1. Vorsitzender
Menorah – Liberale jüdische Gemeinde
Bremen/Bremerhaven e.V., Bremerhaven

Sonja Jacobsen
Landesvorsitzende
FDP Hamburg

Frederik Janus
Kellermeister
Bremer Ratskeller, Bremen

Bianca Jasching
Geschäftsführerin
Jasching Holding, Bremen

Harry Jasching-Oechsin
Geschäftsführer
Ospig GmbH & Co. KG, Bremen

Gaby Jennewein-Strauß
Geschäftsführerin
OP ICon UG, Troisdorf

Jan Friedrich Kallmorgen
Partner Strategy and Transactions
EY-Parthenon GmbH, Berlin

Dr. Sonja Kastin
Generalbevollmächtigte
Sparkasse Bremen AG

Lüder Kathmann
Geschäftsführer
B. Kathmann Bauunternehmung GmbH u. Co. KG,
Bremen

Carl Kau
Geschäftsführender Gesellschafter
Ipontix Corporate Finance GmbH, Bremen
Mitglied des Vorstandes Bund der Steuerzahler
Niedersachsen und Bremen e.V.

Dr. rer. pol. Johannes F. Kirchhoff
Geschäftsführender Gesellschafter
Kirchhoff Gruppe Umwelttechnik Gmbh & Co. KG,
Iserlohn

Jochen Klaembt
Rechtsanwalt, Bremen

Arne Klarmann
Geschäftsführender Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen

Dr. Christoph B. Klosterkemper
Geschäftsführender Gesellschafter
Atermann König & Pavenstedt GmbH & Co. KG,
Bremen

Botschafter a.D. Prof. Dr. Claas Knoop
Adjunct Professor of International Relations,
Social Sciences
Constructor University, Bremen

Hubertus Kobe
Aumühle

Dr. Torsten Köhne
Bremen
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Dipl.-Oec. Andreas Kottisch
Vorstand
ePhilos AG, Bremen
Geschäftsführer BBN Bremen Business Net GmbH

Honorarkonsul Ingo Kramer
Gesellschafter
J. Heinr. Kramer Holding GmbH & Co. KG,
Bremerhaven
Ehrenpräsident, Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände (BDA), Berlin
Honorarkonsul der Republik Haiti

Julius Kramer
Geschäftsführer
J. Heinr. Kramer Holding GmbH & Co. KG,
Bremerhaven

Rebecca K. Kreuzgrabe
Generalbevollmächtigte und Mitglied ‚Kleines
Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Karl-Josef Krötz
ehem. Ratskellermeister
Bremen

Konteradmiral Ralf Kuchler
Kommandeur
Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg

Uwe Kuhmann
Rechtsanwalt
Kuhmann Insolvenzverwaltung GmbH, Bremen

I.H. Alexandra Gräfin von Lambsdorff
Mitglied des Kuratoriums
Deutsche Demenzhilfe, Bonn
Ehrenmitglied Internationaler Club Bonn

Hans-Dieter Lampe
Geschäftsführender Gesellschafter
Handelsgesellschaft Frantz Kragh GmbH, Bremen
ehem. Generalbevollmächtigter,
Bremer Tabak-Collegium

Timo Lemcke
Prokurist
Enno Roggemann GmbH & Co.KG, Bremen

Dr. Jan Leugering
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zoum – Zentrum für orthopädisch/unfallchirurgische
Medizin, Bremen

Dr. Claus Liesner
Geschäftsführender Gesellschafter
AMC Asset Management Consulting GmbH,
Hamburg

Bundesminister a.D.
Christian Lindner, MdB
Bundesvorsitzender FDP-Bundesgeschäftsstelle,
Berlin

Marcel Linnemann
Geschäftsführender Gesellschafter
Justus Grosse GmbH, Bremen

Julian Linnemann
Geschäftsführender Gesellschafter
Justus Grosse GmbH, Bremen

Henner Lothar
Beisitzer
FDP-Landesvorstand, Bremen

Christian Lürßen
Geschäftsführer
COL Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft
mbH, Schwanewede

Dipl.-Kfm. Jens Lütjen
Geschäftsführender Gesellschafter
Robert C. Spies KG, Bremen

Matthias Magnor
Mitglied des Vorstands
BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen

Robert Mahn
Mitglied des Vorstandes
Minerva Versicherungs-AG, Bremen

Patrick Mahn
Gesellschafter
Drewes & Runge GmbH & Co. KG, Bremen

Markus Mainka
Leiter der Kommunikation Standort Bremen
Mercedes Benz AG – Werk Bremen

Dr. Klaus Meier
Geschäftsführender Gesellschafter
Überseeinsel GmbH, Bremen

Jörg Meier
Leitender Polizeidirektor
Leiter des Fortbildungsinstitutes für die Polizei
im Lande Bremen
Hochschule für öffentliche Verwaltung Bremen

Kurt Melching
Finanzvorstand
OHB SE, Bremen

Prof. Dr. Sebastian Melchior
Klinikdirektor
Krankenhaus Bremen Mitte, Bremen

Prof. Dr. h.c. Rudolf Mellinghoff
Ottobrunn
Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D.
Präsident des Bundesfinanzhofes a.D.
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Carsten Meyer-Heder
Geschäftsführender Gesellschafter
Team neusta GmbH, Bremen

Dr. Harm Meyer-Stiens
Abteilungsdirektor
VGH Versicherungen, Bremen

George C. Muhle
Geschäftsführender Gesellschafter
Atermann König & Pavenstedt GmbH & Co. KG, Bremen
Vorsitzender des Vorstandes Freundeskreis des
Gerhard-Marcks-Hauses e.V.

David Müller
Geschäftsführer
Club zur Vahr Bremen e.V., Bremen

Jörg Müller-Arnecke
Geschäftsführender Gesellschafter
Admiral Living GmbH, Bremen
Landesvorsitzender Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Flottillenadmiral Jens Nemeyer
Kommandeur
Marineschule Mürwik, Flensburg

Dr. Tim Nesemann
Vorsitzender des Vorstandes
Die Sparkasse Bremen AG

Cornelius Neumann-Redlin
Hauptgeschäftsführer
Die Unternehmensverbände im Lande Bremen
e.V., Bremen

Prof. Dr. Andreas Niemeier
Chefarzt Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift, Reinbek

Dipl.-Kfm. Andreas Niemeyer
Geschäftsführer
Dettmer Group KG, Bremen

Lutz Oelsner
ehem. Vorsitzender des Vorstands
Gestra AG, Bremen
Präsident der Unternehmensverbände im Lande
Bremen

Joachim Ossmann
Vorsitzender der Geschäftsführung
Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, Bremen

Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Osten
Bonn
Generalsekretär der Alexander von Humboldt-
Stiftung a.D.
ehem. Mitglied ‚Kleines Gremium‘,
Bremer Tabak-Collegium

Dirk von Padberg
Partner
Hartz Regehr GmbH, München

Minister a.D.
Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué
Vorsitzender
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit,
Berlin
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Dr. Andreas Peikert
Facharzt für Neurologie, Psychotherapie, Psychiatrie
Bremen

Honorarkonsul Lutz H. Peper
Geschäftsführender Gesellschafter
Lutz Peper Beteiligungs-GmbH, Bremen
Honorarkonsul der Republik Lettland

Dr. Dirk Plump
Geschäftsführender Gesellschafter
W. Tiemann GmbH & Co. KG, Bremen

Birgit Potrafki
Mitglied des Vorstandes
Salzgitter AG, Salzgitter

Marcus Rädecke
Bremen

Oliver Rau
Geschäftsführer
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH,
Bremen

Honorarkonsulin Sabine von der Recke
Mitglied des Vorstands
OHB AG, Bremen
Honorarkonsulin von Luxemburg

Dr. Frank Reiners
Finanzvorstand
EWE AG, Oldenburg

Thomas Retzlaff
Partner
Ipontix Corporate Finance
Beratungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Prof. Dr. Dieter Richter
Bremen
Kunsthistoriker

Christian Roeloffs
Geschäftsführer
Eilun Verwaltungsgesellschaft mbH – Weingut
Waalem, Nieblum auf Föhr

Max Roggemann
Geschäftsführer
Enno Roggemann GmbH & Co., Bremen

Marcus Rohde
Geschäftsführer Finanzen/CFO
CCEP Deutschland GmbH, Berlin

Wolfgang von Rohden
Bremen

Jörn Roock
Director Investment
Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Hamburg

Bürgermeisterin a.D. Dr. h.c. Petra Roth
Frankfurt

Bürgermeister a.D.
Thomas Röwekamp, MdB
Abgeordneter u. Rechtsanwalt
Deutscher Bundestag, Berlin

Alexander Ruddat
Geschäftsführender Gesellschafter
Ruddat Grundbesitz GmbH & Co. KG, Bremen

Stefan Ruge
Geschäftsführer
Bruker Daltonik GmbH, Bremen

Senator E.h. Prof. Dr. h.c. mult. Klaus
Gerhard Saur
München
ehem. Geschäftsf. Gesellschafter Walter de Gruyter
GmbH Verlag, Berlin
ehem. Mitglied ‘Kleines Gremium’,
Bremer Tabak-Collegium

Thore Schäck, MdBB
Landesvorsitzender
FDP Bremen

Dr. Wolf-Michael Schmid
Geschäftsführender Gesellschafter
Schmid Gruppe, Helmstedt
AR TRATON SE

Sebastian Schneider
Pastor
St. Petri Domgemeinde zu Bremen

Dr. Karsten Schneiker
Sprecher des Vorstandes
swb Aktiengesellschaft, Bremen

Christine Schnittker, MdBB
Abgeordnete
Bremische Bürgerschaft, Bremen
Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft

Nils Schnorrenberger
Geschäftsführer
BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung
und Stadtentwicklung mbH,
Bremerhaven

Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
Vorsitzender des Vorstands
Wolfgang-Ritter-Stiftung, Bremen

Daniel Schöningh
Geschäftsführer
Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG,
München

Philipp Schopf
Geschäftsführer
Coffein Compagnie GmbH & Co. KG, Bremen

Dr. Ulrike Schramm
Global Head of Tax
Continental AG, Hannover

S.H. Prof. Dr. Johann Matthias Graf von
der Schulenburg
Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre
Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaft,
Hannover

Caspar Seemann
Partner
Hartz Regehr GmbH, München

Hellmut Seemann
ehem. Präsident
Klassik Stiftung Weimar
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Christian Seidenstücker
Vorstand
Joke Event AG, Bremen

Dr. Josef Sommer
Steuerberater
Kessler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Bremen

Tom Ole Stankewitz
Rechtsanwalt und Notar
Dr. Stankewitz & Coll., Bremen

Ralf Stapp
Vorsitzender der Geschäftsführung
Bremer Aufbau-Bank GmbH, Bremen

Dr. Bernhard Stecker
Propst
Katholische Gemeinde St. Johann zu Bremen

Max F. Stegemann
Mitglied des Vorstands
Minerva Versicherungs-AG, Bremen

Johann Gottfried Stehnke
Geschäftsführender Gesellschafter
Gottfried Stehnke Bauunternehmung GmbH &
Co. KG, Osterholz-Scharmbeck

Daniel Steigmann
Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank AG Bremen

Karl-Heinz Steigmann
Bremen

Stefan Storch
Geschäftsführender Gesellschafter
D.F. Rabe + Co., Bremen

Cornelius Strangemann
Geschäftsführer
Lestra Kaufhaus GmbH, Bremen

Staatsrat Kai Stührenberg
Staatsrat
Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation,
Bremen

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Joachim Treusch
President Emeritus
Jacobs University Bremen
Vorstandsvorsitzender Wilhelm und Else
Heraeus-Stiftung
ehem. Mitglied ‘Kleines Gremium’,
Bremer Tabak-Collegium

Dipl.-Oec. Bülent Uzuner
Geschäftsführender Gesellschafter
Uzuner Consulting GmbH, Bremen

Michael Vinnen
Geschäftsführender Gesellschafter
Reederei F.A. Vinnen & Co. (GmbH & Co. KG),
Bremen
Vorsitzender des Bremer Rhedervereins e.V.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Burkhard Volbert
Geschäftsführer
Stroever GmbH & Co. KG, Bremen

Philipp Wacker
Geschäftsführer
Vollers Group GmbH, Bremen

Dr. Günter Wagner
Rechtsanwalt
Bremen

Christian Weber
Hofkammerdirektor
Schloss Bückeburg – Fürstliche Hofkammer

Franziska Wedemann
Geschäftsführerin WIK Wedemann Immobilien
Kontor GmbH & Co KG, Hamburg
Vorsitzende Wirtschaftsverein für den Hamburger
Süden e.V.

André Wedemeyer
Pers. haftender Gesellschafter
Cordes & Graefe KG, Bremen

Christoph Weiss
Geschäftsführender Gesellschafter
BEGO GmbH & Co. KG Wilh. Herbst GmbH & Co.,
Bremen

Oliver Weiß
Geschäftsführender Gesellschafter
Max Müller GmbH & Co. KG, Bremen

Dr. Patrick Wendisch
Gesellschafter
Lampe & Schwartze KG, Bremen
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium
Präsident der Eiswette von 1829

Lukas Wendisch
Geschäftsführer
Lampe & Schwartze Risk Management GmbH,
Bremen

Lucia Werder
Direktorin
Stadtbibliothek Bremen

Thomas Werner
persönlich haftender Gesellschafter
Cordes & Graefe KG, Bremen

Dr. Thomas Wernicke
Geschäftsführer
wesernetz Bremen GmbH, Bremen

General a.D. Volker Wieker
Ganderkesee
Generalinspekteur der Bundeswehr a.D.
Mitglied ‚Kleines Gremium‘, Bremer Tabak-Collegium

Claudia Wiest
Mitglied des Vorstandes
Bremer Straßenbahn AG, Bremen

Dr. Isabella Wiest
Dresden

Brigadegeneral Stephan Willer
Kommandeur
Offiziersschule des Heeres (OSH), Dresden

Dr. Michael Winkler
Geschäftsführer
Hella Fahrzeugkomponenten GmbH, Bremen

Alexander Witte
Managing Partner
Early Brands GmbH, Bremen
Vorstand Wolfgang-Ritter-Stiftung, Bremen

Olaf Woggan
Vorstand
AOK Bremen/Bremerhaven, Bremen

Landesminister a.D. Prof. Dr. Konrad Wolf
Rektor
Hochschule Bremen
Landesminister a.D.

Dr. Fabian Wolfrum
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
activo – Roland-Klinik, Bremen

Nils Wrogemann
Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank AG, Bremen

Dr. Maximilian von Wülfing
COO
Neuraxpharm Arzneimittel GmbH, Hamburg

Carl Zillich
Hauptgeschäftsführer
Projektbüro Bremer Innenstadt GmbH, Bremen

Dr. Matthias Zimmermann
Geschäftsführender Gesellschafter
WWB Weser-Wohnbau Holding GmbH & Co. KG,
Bremen